10 Tipps, wie du deinen Online-Shop von den anderen abhebst

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Anna Philipp

Wer online verkauft, hat harte Konkurrenz. Von den ganz großen Marktplätzen bis hin zu kleinen Einzelhändlern – es gibt unzählige Online-Shops im Internet. Wie soll man sich da als Shop-Betreiber von den anderen abheben? Was überzeugt einen Interessenten vom Kauf ausgerechnet in deinem Shop? In diesem Artikel zeige ich dir ein paar einfache Tricks, mit denen du deine Konkurrenten abhängst.

Lieferzeit angeben:

"Wir sagen Ihnen schon vor der Bestellung, mit welcher Lieferzeit zu rechnen ist."

Käufer wollen wissen, wann sie mit ihrer Bestellung rechnen können. Entweder, weil sie dein Produkt zu einem bestimmten Stichtag benötigen oder einfach, weil sie ungeduldig und neugierig darauf warten.

Kannst du zum Beispiel noch vor dem nächsten Wochenende liefern, ist das ein Kaufargument für diejenigen, die noch ein Geburtstagsgeschenk für die Party am kommenden Samstag brauchen. Oder daheim geht etwas zur Neige, dass man bei dir kaufen kann. Dann ist es für den Käufer wichtig zu wissen, dass du rechtzeitig liefern kannst, bevor es ganz aufgebraucht ist.

Aber auch, wenn mit längeren Lieferzeiten zu rechnen ist, solltest du das offen kommunizieren. Das erspart den Kunden Enttäuschung und dir schlechte Bewertungen.

Verlässlichkeit bei der Angabe der Lieferzeit ist das Wichtigste.

Express-Versand:

"Wenn es eilt, können Sie auch unseren Express-Versand wählen."

Wenn ein Besucher dein Produkt dringend braucht, reicht die normale Lieferzeit vielleicht nicht aus. Bietest du keinen Express-Versand an, wird er wahrscheinlich nach einem anderen Online-Händler suchen, der schneller ist.

Wer es eilig hat, ist meist auch bereit, einen Aufpreis dafür zu bezahlen, dass seine Bestellung sofort und mit hoher Priorität verschickt wird. Kannst du einen besonders schnelle Bearbeitung ermöglichen und bestenfalls direkt über Nacht liefern, biete das auch an.

Kostenfreier Versand:

"Wenn Sie einen bestimmten Bestellwert erreichen, ist der Versand kostenfrei."

Versandkosten können abschrecken. Aber klar, du kannst die Liefergebühr gerade bei einem niedrigen Bestellwert vielleicht nicht aus deiner eigenen Tasche bezahlen, wenn du sonst nicht genug an dem Verkauf verdienst.

Biete deinen Kunden daher ab einem bestimmten Wert den kostenfreien Versand an. Das kann die Käufer sogar motivieren, noch ein oder zwei Produkte mehr in den Warenkorb zu legen, um die Liefergebühr zu sparen.

Oder du könntest eine Porto-Flat anbieten, die man einmal jährlich pauschal bezahlt und dafür die Bestellungen unabhängig von Anzahl und Wert versandkostenfrei erhält. Wer diese Leistungen bei dir bucht, wird sehr wahrscheinlich künftig auch bevorzugt nur noch bei dir bestellen, um seine Flat zu nutzen. Und schon hast du einen neuen Stammkunden gewonnen.

Vertrauenswürdigkeit:

"Unsere Domain weckt vertrauen. Und natürlich ist alles verschlüsselt."

Wenn der Shop nicht vertrauenswürdig wirkt, wird auch niemand seine (Bezahl-)Daten hinterlassen. Ein vertrauenserweckender Domainname unterstreicht deine Seriosität und eine SSL-Verschlüsselung ist inzwischen ein Muss, wenn Kunden ihre Daten eingeben.

Tipp: Mit einer .shop-Domain zeigst du den Nutzern sofort, um was es auf deiner Seite geht und schaffst Vertrauen.

Erfahrungen teilen:

"Profitieren Sie von unserer Erfahrung: Ihnen gefällt ein bestimmter Artikel? Wir zeigen Ihnen, was Kunden gekauft haben, die diesen Artikel auch mochten."

Zeig deinen Besuchern, was andere Kunden mit ähnlichen oder gleichen Interessen bestellt haben. Damit inspirierst du die Leute und sie müssen nicht suchen, wenn ein Produkt mit anderen Artikeln kombinierbar ist oder besonders gut dazu passt.

Erinnerungsmail:

"Tut uns leid, dass Ihr gewünschter Artikel gerade nicht verfügbar ist. Wir schicken Ihnen aber gerne eine E-Mail, sobald er wieder auf Lager ist."

Blöd, wenn ein Kunde etwas bestellen will, du das Produkt aber nicht auf Lager hast. Da kann man wohl leider nichts machen.

Ach doch: Vielleicht ist die Bestellung nicht so dringend und Nachschub kommt auch bald. Oder der Besucher will das Produkt unbedingt, sodass er bereit ist, darauf zu warten. Biete daher an, eine E-Mailadresse zu hinterlegen und schicke eine Information, sobald das Produkt wieder vorrätig ist.

Login oder Gast:

"Bei uns können Sie als Gast bestellen oder sich registrieren."

Wer öfters bestellt, will nicht jedes Mal seine Lieferadresse und Zahlungsinformationen neu eingeben. Biete deinen Kunden die Möglichkeit, einen Account zu erstellen und die Daten so für die nächste Bestellung zu speichern. Aber ermögliche auch die Bestellung als Gast für diejenigen, die Ihre Daten nicht dauerhaft hinterlegen möchten.

Zahlungsmöglichkeiten:

"Kreditkarte, Lastschrift oder PayPal? Wir bieten verschiedene Zahlungsoptionen."

Nicht jeder gibt gerne online seine Bankdaten ein, manche haben gerade nur ihre Kreditkarte zur Hand, während andere wiederum grundsätzlich nur PayPal im Internet nutzen. Wenn ein Besucher sich schon zum Kauf entschieden hat, sollte es nicht im letzten Moment an der Zahlungsmethode scheitern. Biete alle gängigen Möglichkeiten, damit das nicht zum K.-o.-Kriterium wird.

Übersicht der Bestellungen:

"Sie möchten wissen, was Sie schon alles bei uns bestellt haben? Schauen Sie einfach in Ihre Warenkorb-History."

Mach es deinen Kunden einfach, ein Produkt nachzubestellen. Ein Überblick aller bisher gekauften Artikel und am besten zusätzlich sogar ein „Nochmal kaufen“-Button sind perfekt für alltägliche Produkte, die immer wieder aufgefüllt werden müssen, wie z.B. Kaffee, Makeup oder Staubsaugerbeutel. Aber auch Einmal-Käufe, die sich bewährt haben, möchten Kunden vielleicht später nochmal kaufen, z.B. als Geschenk oder um das Produkt aufgrund der Abnutzung zu erneuern.

Bewertungen:

"Lesen Sie die Erfahrungsberichte anderer Kunden."

Wer noch unsicher ist, ob ein Produkt wirklich das Richtige ist, wird sicher gern wissen wollen, was andere dazu zu sagen haben. Gib deinen Kunden nach dem Kauf die Möglichkeit, deine Artikel zu bewerten und einen Kommentar zu schreiben. So entstehen Empfehlungen für deine Besucher.

Du kannst Käufer auch aktiv um Bewertungen bitten, um möglichst viele Erfahrungsberichte zu sammeln. Das geht ganz einfach mit einer E-Mail nach dem Kauf.

Fazit

Das sind einige einfache Punkte, die deinen Online-Shop besonders machen. Aber sicherlich noch lange nicht alle: Denk einmal darüber nach, was deine Besucher genau erwarten, wenn sie auf deine Seite kommen. Je besser du das verstehst, desto eher kannst du auf die Wünsche und Anforderungen eingehen und davon überzeugen, dass dein Shop die beste Wahl ist.

Bildnachweis: fotolia.com

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