MP3 Converter: Audio- und Video-Dateien ins MP3-Format umwandeln

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Wolf-Dieter Fiege

Audio-CDs, Videos und andere Dateien in das MP3-Format umwandeln: Mit den folgenden kostenlosen MP3 Convertern geht das ganz einfach. Einige Programme ermöglichen es dir auch, beispielsweise Videos im MP4-Format in MP3-Dateien umzuwandeln. Erfahre hier, welche MP3 Converter für deine Zwecke am besten geeignet sind.

Was sind MP3 Converter und wofür braucht man sie?

Mit einem MP3 Converter lassen sich unterschiedliche Dateitypen in MP3-Dateien umwandeln. Du kannst so unter anderem deine CD-Sammlung digitalisieren oder auch Videos in das MP3-Format konvertieren. Auch eine Umwandlung von MP4 in MP3 ist möglich. Häufig kann ein MP3 Converter neben MP3 auch andere Dateitypen erstellen. In vielen Fällen sind aber MP3-Dateien die beste Wahl, zum Beispiel dann, wenn du deine Musik auf dein Smartphone überspielen willst. Achte darauf, dass du einen MP3 Converter nur für legale Zwecke einsetzt.

Kostenlose MP3 Converter

Die Auswahl an MP3 Convertern, die du online finden kannst, ist groß. Häufig sind diese als kostenlose Freeware erhältlich, in anderen Fällen gibt es meist eine Gratis-Version mit den wichtigsten Funktionen. Nicht alle dieser Programme sind empfehlenswert, deswegen solltest du bei der Auswahl des richtigen MP3 Converters besonders vorsichtig sein.

Zu den besten kostenlosen MP3 Convertern gehören:

  • Free Audio Converter
  • Any Video Converter
  • Audiograbber

Free Audio Converter: MP3-Dateien aus Audioformaten erstellen

Mit dem Free Audio Converter kannst du Audio-Dateien ganz einfach in andere Formate umwandeln, zum Beispiel in MP3-Dateien. Auch die Umwandlung in WAV und WMA ist möglich. Die Software zeichnet sich dabei durch eine besonders einfache Bedienung aus. Nach der Installation wählst du die Dateien per Drag-and-drop aus und lässt sie in dein gewünschtes Format umwandeln.

Ein großer Vorteil des Free Audio Converters: Die Software ist komplett auf Deutsch verfügbar. In der Basisversion ist die Software kostenlos nutzbar.

Any Video Converter: Videos in MP3 konvertieren

Der Name macht es schon deutlich: Mit dem Any Video Converter kannst du Videos in MP3-Dateien umwandeln. Sei bei der Installation aufmerksam, damit keine Zusatzprogramme installiert werden, die du nicht haben möchtest.

Der Any Video Converter lässt sich ebenfalls sehr einfach bedienen und ist für viele Zwecke einsetzbar. So kannst du unter anderem Videos in MP4-Dateien umwandeln, die ausgezeichnet für das Speichern auf Smartphones geeignet sind. Aber natürlich lassen sich Videos mit dem Any Video Converter auch leicht in MP3, also in ein Audioformat, konvertieren. So kannst du ein Musikvideo nehmen und aus der Audiospur eine Musikdatei erstellen. Auch MP4-Dateien lassen sich in das MP3-Format umwandeln.

Der Any Video Converter stellt keine großen Systemanforderungen und ist daher auch für ältere Computer und Laptops geeignet. Die Software ist kostenlos verfügbar, für einige Funktionen musst du die kostenpflichtige Version erwerben.

Audiograbber: Audio-CDs in MP3-Dateien umwandeln

Der Audiograbber gehört zu den Klassikern auf dem Markt der MP3 Converter. Mit dem Programm kannst du ganz einfach Audio-CDs in MP3-Dateien umwandeln und so zum Beispiel deine CD-Sammlung digitalisieren. Eine Besonderheit des Audiograbbers: Mit der Software kannst du auch nur einen bestimmten Teil einer Audiodatei auswählen und diesen in das MP3-Format umwandeln. So lassen sich unliebsame Abschnitte eines Songs herausschneiden. Der Audiograbber ist komplett kostenlos nutzbar.

Weitere Tools für die MP3-Konvertierung

Die Auswahl an MP3 Convertern ist im Internet riesig. Wenn die hier genannten Programme noch nicht die passende Funktionsvielfalt für deine Wünsche bieten, schau am besten auf chip.de vorbei. Dort findest du eine große Auswahl an Software und Tools, die Dateien in verschiedene Formate umwandeln können. Auch eine große Anzahl an empfehlenswerten MP3 Convertern ist dort verfügbar.

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Die häufigsten Fragen zum Thema MP3 Converter

Was ist MP3?

MP3 ist ein Komprimierungsverfahren, das vom Fraunhofer Institut entwickelt wurde, um die Größe von Audiodateien zu reduzieren. Beim Komprimieren werden bestimmte Anteile des Klangspektrums, die vom Menschen weniger oder gar nicht wahrgenommen werden oder redundant sind (etwa bei Stereo auf beiden Kanälen vorhanden sind), mit geringerer Qualität bzw. bei starker Komprimierung auch gar nicht mehr gespeichert. Dadurch sinkt die erforderliche Datenrate (Bitrate) beim Abspielen und auch der Speicherbedarf. Je nach Stärke der Komprimierung bzw. der erzielten Bitrate gibt es daher bei MP3-Dateien mehr oder weniger starke Einbußen in der Klangqualität.

Was ist ein MP3-Converter und welche Vorteile bietet er?

Ein MP3-Converter (MP3-Konverter) ist ein Werkzeug, mit dem du Dateien verschiedenster Audioformate wie AIFF, WAVE oder WMA in MP3-Dateien umwandeln kannst. Zum Beispiel kannst du so CDs oder LPs digitalisieren. Einige MP3-Converter können auch Tonspuren von Videos in MP3-Dateien umwandeln. Zudem kannst du mit den Convertern Audiodateien, die dein Endgerät nicht abspielt, so konvertieren, dass du sie darauf anhören kannst.

Aufgrund der weiten Verbreitung des Audioformats sind MP3-Dateien mit den meisten Playern abspielbar. Die geringere Größe von MP3-Dateien spart zudem Speicherplatz sowie Bandbreite beim Streamen oder der Bluetooth-Übertragung.

Welche Audioformate können in MP3 umgewandelt werden?

Prinzipiell können alle Audiodateien in MP3-Dateien umgewandelt werden – beispielsweise AAC-, AC3-, AIFF-, AMR-, APE-, FLAC-, M4a-, OGG-, RA-, RAM-, WAV- oder WMA-Dateien, auch unkomprimierte Rohdaten (PCM). Es ist auch möglich, Audiospuren von Videos in MP3-Dateien zu konvertieren. Allerdings kann nicht jeder MP3-Converter auch jedes Quellformat verarbeiten.

Kann ich mit einem MP3-Converter auch MP3-Dateien in andere Audioformate umwandeln?

Viele der handelsüblichen MP3-Converter können auch MP3-Dateien in andere Formate umwandeln. Eine MP3-Datei in andere Formate umzuwandeln ist vor allem dann sinnvoll, wenn du die Dateigröße weiter verringern möchtest. Aber natürlich auch dann, wenn dein Abspielgerät keine MP3-Dateien wiedergeben kann (recht unwahrscheinlich) oder du eine Audio-CD brennen möchtest (sehr unwahrscheinlich ).

Geht es dir dabei vor allem um eine weitere Verringerung der Dateigröße ohne wesentliche Qualitätsverluste, bietet sich eine Umwandlung in das AAC-Format (Advance Audio Coding) an, da es die Dateigröße verringert, ohne dass du dabei entscheidende Qualitätsverluste in Kauf nehmen musst.

Eine bessere Tonqualität wird mit einer solchen Operation aber nicht erreicht, denn was an Audioinformation bei der MP3-Kompression verloren gegangen ist, kann später nicht wieder hinzugefügt werden.

Gibt es Einschränkungen bei der Größe der Dateien oder der Anzahl der Konvertierungen bei MP3-Konvertierungs-Tools?

Einige kostenlose Programme limitieren die Dateigrößen. Insbesondere Online-Converter beschränken manchmal die Größe der Datei-Uploads.

Welche Qualitätseinbußen können bei der Konvertierung von anderen Formaten in MP3 auftreten?

MP3 ist ein Komprimierungsverfahren, das vor allem bei hohen Komprimierungsraten (= niedrigen Bitraten) mit Verlusten bei der Audioqualität einhergeht. Dann sind beispielsweise deutliche Artefakte zu hören – etwa verschmelzen die einzelnen Schläge eines Schlagzeug-Beckens zu einem undefinierten Geklingel. Auch werden Klänge insgesamt nicht mehr so detailliert wiedergegeben, einzelne Instrumente sind nicht mehr so klar definiert, alles klingt weniger transparent. Bei hohen Kompressionsraten werden zudem die hohen und tiefen Frequenzen radikal „abgeschnitten“.

Ob und welche Qualitätseinbußen du allerdings tatsächlich wahrnimmst, hängt nicht nur von der Komprimierungsrate bzw. Bitrate ab, sondern auch von der Art der Musik und deiner Abhörsituation – also der Qualität deiner Kopfhörer oder Lautsprecher, dem Raum, in dem du hörst, den Hintergrundgeräuschen etc. Auch dein Gehör selbst spielt eine wichtige Rolle (Alter, Vorschädigungen). Und nicht zuletzt hängt die Wahrnehmung der Audioqualität davon ab, wie „trainiert“ deine Ohren sind.

Welche Bitraten und Komprimierungsstufen stehen bei der MP3-Konvertierung zur Verfügung?

Gängige Bitraten sind 32, 40, 48, 56, 64, 80, 96, 112, 128, 160, 192, 224, 256 und 320 kbit/s (Kilobits pro Sekunde). Das Format erlaubt bei variabler Bitrate bis zu 640 kbit/s; so hohe Raten sind aber wenig verbreitet und auch wenig sinnvoll 😉. Grundsätzlich gilt: Je kleiner die Bitrate, desto höher die Komprimierung und desto geringer die resultierende Audioqualität. Oder anders gesagt: Umso höher die Bitrate ist, umso mehr Daten bleiben von der ursprünglichen Datei erhalten.

Was ist der Unterschied zwischen konstanter Bitrate, variabler Bitrate und durchschnittlicher Bitrate?

Konstante Bitrate, variable Bitrate und durchschnittliche Bitrate sind verschiedene Kompressionsmethoden.

  • Bei konstanter Bitrate (CBR) wird jedem Zeitabschnitt immer die gleiche Speicherplatzgröße zugeteilt. Für die Konvertierung von Musik ist CBR nicht zu empfehlen, da es vor allem bei lauteren Stellen oder Stellen mit einer großen Frequenzbreite zu deutlichen Qualitätsverlusten kommt.
  • Die variable Bitrate (VBR) ist in den meisten Fällen die beste Kompressionsmethode. Hier werden in den Passagen, in denen Frequenzbereiche quasi verlustfrei ausgedünnt werden (z. B. wenn nur eine Stimme oder ein Instrument zu hören ist oder sogar Stille herrscht) viele Bits eingespart, die dann an anderer Stelle eingesetzt werden können. So kann eine konstant hohe Qualität erzielt werden.
  • Die durchschnittliche Bitrate (Average Bitrate, ABR)ist ein Mittelweg zwischen CBR und VBR. Dabei wird versucht, die Bitrate so nah wie möglich an einer vorgegebenen Größe zu halten. Die erreichte Qualität liegt zwischen CBR und VBR. Vor allem bei Audiodateien mit starken Dynamikschwankungen ist mit Qualitätsverlusten zu rechnen.
Welche Qualitätseinstellungen sollte ich wählen, um die bestmögliche Audioqualität bei der Konvertierung zu erhalten?

Allgemein gilt: Je geringer die Bitrate, desto geringer auch die Audioqualität. Die beste Audioqualität erreichst du folglich mit der höchstmöglichen Bitrate deines MP3-Converters – für Musik sind Bitraten unter 128 kbit/s nicht zu empfehlen, für Mono-Sprachaufnahmen reichen meistens 56 kbit/s. Allerdings steigt mit höheren Bitraten auch die Dateigröße und die Konvertierung dauert länger.

Außer der Bitrate solltest du noch ein paar andere Dinge beachten (sofern dein Converter entsprechende Einstellmöglichkeiten bietet):

  • Passe, wenn möglich, die Abtastrate deiner Quelle an – für Audio-CDs sind 44.100 Hz, Schallplatten 32.000 Hz empfehlenswert, für reine Sprachaufnahmen (Audiobooks etc.) reichen in der Regel 22.050 Hz.
  • Nutze möglichst eine Kompression mit variabler Bitrate (VBR) oder durchschnittlicher Bitrate (ABR) – insbesondere bei Musik mit hohem Dynamik-Umfang (z. B. wenn es sowohl sehr leise Stellen mit wenigen Instrumenten als auch sehr laute Passagen mit vielen Instrumenten gibt).
  • Bei reinen Sprachaufnahmen genügt meist die Einstellung Mono, für Musik empfiehlt sich Joint Stereo.
Kann ich mit einem MP3-Konverter DRM-geschützte Musik in MP3 umwandeln?

Die üblichen MP3-Converter bieten in der Regel nicht die Möglichkeit, DRM-geschützte Dateien zu konvertieren. Daher führt beim Thema DRM kaum ein Weg an spezialisierten Softwarelösungen vorbei.

Aber Vorsicht: Der DRM-Schutz (Digital Rights Management) soll ein illegales Kopieren oder Weitergeben urheberrechtlich geschützter Inhalte verhindern. Eine DRM-geschützte Datei in eine (ungeschützte) MP3-Datei umzuwandeln, ist daher nur legal, wenn dies für den rein privaten Gebrauch geschieht.

Wie kann ich sicherstellen, dass die MP3-Konvertierung legal ist und keine Urheberrechtsverletzungen vorliegen?

Die reine Konvertierung von Audiodateien ist keine Rechtsverletzung. Solange du es zum persönlichen, privaten Gebrauch machst, kannst du Musik und Tondokumente beliebig verändern. Allerdings darfst du ein Audio nicht ohne Zustimmung des Rechteinhabers weitergeben oder selbst streamen. Auch darfst du es nicht als Untermalung für selbstgemachte und dann veröffentliche Videos, Präsentationen oder ähnliches verwenden. Auch das Entfernen eines DRM-Schutzes ist nur für eine Privatkopie legal.

Gibt es mobile Apps oder Online-Dienste für die MP3-Konvertierung?

Um Audiodateien umzuwandeln, benötigst du keinen PC. Bei Google Play gibt es eine große Auswahl an Audio- und MP3-Convertern wie z. B. den Audio-Converter von Bdroid für Android-Handys. iPhone- und iPad-Nutzer finden im App Store eine ähnlich große Auswahl, z. B. Der Audio-Converter.

Du musst aber nicht unbedingt eine Converter-App installieren. Du kannst deine Audiodateien auch online umwandeln lassen. Beim Online Audio Converter gelingt das mit den gängigsten Audio- und Videoformaten, wahlweise mit 64, 128, 192 und 320 kbit/s. Auch Convertio arbeitet mit vielen Formaten; du kannst zudem zwischen konstanter und variabler Bitrate und einer Vielzahl von Komprimierungsstufen wählen – und sogar Stereodateien in Monodateien wandeln und umgekehrt. Der PCM zu MP3 Converter von Aspose ist hingegen auf das Konvertieren von Audio-Rohdaten im PCM-Format spezialisiert.

Welche Alternativen gibt es zu einem MP3-Converter für die Umwandlung von Audioformaten?

Zum Umwandeln deiner Musik oder Hörbücher musst du nicht unbedingt einen speziellen MP3-Converter nehmen. Das klappt auch mit weniger spezialisierten Audio-Convertern und vielen Video-Programmen wie dem Any Video Converter. Auch mit dem weit verbreiteten, kostenlosen VLC Media Player ist es möglich, Audios oder Videos in MP3-Dateien zu konvertieren

Welche MP3-Converter sind empfehlenswert?

Das Angebot an MP3-Convertern ist riesig. Unterschiede gibt es vor allem in der Bedienbarkeit, in der Auswahl möglicher (Quell-)Formate und in den Einstellmöglichkeiten. Mit dem kostenlosen Free Audio Converter kannst du Audio-Dateien sehr einfach per Drag-and Drop in andere Formate konvertieren und auch Audiospuren aus Videos extrahieren. Audiograbber ist ein Klassiker, wenn es darum geht, Audio-CDs in MP3-Dateien umzuwandeln. Dabei nutzt Audiograbber den MP3-Encoder LAME, der eine besonders hohe Audioqualität ermöglicht. Lame kannst du auch von der Website der Computerzeitschift Chip herunterladen und mit dem Kommandozeilen-Tool viele unterschiedliche Audioformate in hoher Qualität in MP3-Dateien konvertieren. Auf chip.de findest du übrigens noch viele weitere Audio-Converter.

Titelmotiv: Bild von Thomas Breher auf Pixabay