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Malware auf WordPress-Websites: So erkennst, entfernst und verhinderst du Infektionen

15 min lesen
GoDaddy Deutschland Content Team

Wichtige Erkenntnisse

  • Malware bleibt oft lange unbemerkt und verursacht erst dann sichtbaren Schaden, wenn Rankings, Traffic oder das Vertrauen der Nutzer bereits stark beeinträchtigt sind.
  • Für Agenturen und Freelancer ist Malware nicht nur ein technisches, sondern auch ein wirtschaftliches Risiko, das Zeit, Geld und Kundenbeziehungen gefährden kann.
  • Entscheidend ist ein ganzheitlicher Ansatz aus früher Erkennung, professioneller Bereinigung und langfristiger Absicherung statt reiner Notfallreaktion.
  • Regelmäßige Scans, präventive Schutzmaßnahmen und verlässliche Backups sind die Grundlage, um Websites und das eigene Geschäftsmodell nachhaltig zu schützen.

Malware gehört heute zu den größten Bedrohungen für professionelle Webprojekte. Besonders tückisch ist dabei, dass viele Angriffe lange unbemerkt bleiben: Für Besucher wirkt die Website völlig normal, während sie im Hintergrund bereits kompromittiert ist. Genau das macht Malware so gefährlich – und für Agenturen und Freelancer zu einem echten Risiko. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie Malware-Angriffe auf Websites entstehen, welche Risiken sie für Agenturen und Freelancer bedeuten und wie du im Ernstfall richtig reagierst. Außerdem erfährst du, wie du dich mit professionellen Sicherheitslösungen wie Sucuri nicht nur schützt, sondern Malware bereits frühzeitig erkennst und verhinderst.

Stell dir vor, einer deiner Kunden installiert in seiner WordPress-Website ein scheinbar vertrauenswürdiges Plugin. Was zunächst harmlos aussieht, entpuppt sich als Einfallstor für Angreifer: Das Plugin enthält eine kritische Sicherheitslücke, über die Schadcode ausgeführt werden kann. Solche sogenannten Zero-Day-Exploits werden gezielt ausgenutzt, um Malware einzuschleusen, Daten abzugreifen oder Websites für kriminelle Zwecke zu missbrauchen.

Was ist Malware und warum ist sie für Websites so gefährlich?

Malware ist der Oberbegriff für schädliche Software, die gezielt entwickelt wird, um Websites, Server oder ganze Systeme zu manipulieren, auszuspähen oder für kriminelle Zwecke zu missbrauchen. Im Website-Umfeld bedeutet das: Fremder Code wird unbemerkt eingeschleust und arbeitet im Hintergrund – oft über Wochen oder sogar Monate.

Besonders gefährlich ist Malware, weil sie selten offensichtliche Fehler verursacht. Deine Website bleibt erreichbar, Design und Inhalte sehen für Besucher normal aus. Genau deshalb wird eine Malware-Infektion häufig erst sehr spät erkannt – meist dann, wenn der Schaden bereits groß ist.

Typische Ziele von Malware auf Websites sind:

  • das Platzieren von SEO-Spam, um Suchmaschinen zu manipulieren
  • das Umleiten von Besuchern auf betrügerische oder schädliche Seiten
  • das Abgreifen von Zugangsdaten (Admin-, FTP- oder Datenbank-Zugänge)
  • der Missbrauch der Website zum Versand von Spam-Mails
  • das Öffnen von Backdoors, über die Angreifer dauerhaft Zugriff behalten

Ein besonders perfider Aspekt: Viele Malware-Varianten zeigen ihren schädlichen Code nur Suchmaschinen-Bots. Für dich, deine Kunden und normale Besucher wirkt die Seite völlig unauffällig – während Google bereits manipulierte Inhalte indexiert. Die Folge sind Rankingverluste, Warnhinweise in den Suchergebnissen oder im schlimmsten Fall eine komplette Blocklistung der Domain.

Für Agenturen und Freelancer ist Malware deshalb nicht nur ein technisches Problem. Sie betrifft direkt deine Verantwortung gegenüber Kunden, deine Arbeitszeit, dein Geschäftsmodell und letztlich auch dein Vertrauen als Dienstleister.

Die Folgen ohne Schutz vor Malware

Wird eine Website nicht ausreichend gegen Malware geschützt, können Angreifer Sicherheitslücken gezielt ausnutzen. Besonders häufig geschieht das über Erweiterungen oder Plugins, die Benutzereingaben nicht korrekt prüfen. In solchen Fällen reicht bereits ein manipuliertes Formularfeld, um schädliche SQL-Befehle einzuschleusen und auszuführen.

Die Angreifer verschaffen sich auf diesem Weg Zugriff auf sensible Bereiche der Website, etwa auf Admin-Konten oder die Datenbank. Anschließend infizieren sie die Website mit Malware, die für Außenstehende zunächst unsichtbar bleibt. Typisch ist sogenannter SEO-Spam: Inhalte werden gezielt für Suchmaschinen manipuliert, während Besucher weiterhin eine scheinbar normale Website sehen.

Die Folgen zeigen sich oft erst Wochen später. Seiten tauchen plötzlich in den Google-Suchergebnissen für völlig themenfremde Begriffe auf. Klickt jemand auf diese Treffer, wird er auf betrügerische Seiten weitergeleitet. Spätestens dann stuft Google die Domain als unsicher ein und setzt sie auf eine Blocklist.

Für deine Kunden bedeutet das einen massiven Vertrauensverlust. Der Website-Traffic bricht ein, Anfragen bleiben aus und das Image nimmt nachhaltigen Schaden. Als Agentur oder Freelancer stehst du unter Zugzwang: Du sollst den Schaden schnell beheben, obwohl die Ursache häufig außerhalb deines direkten Einflusses lag. Erschwerend kommt hinzu, dass die Bereinigung ohne professionelle Unterstützung viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Wird ein externer Dienstleister eingeschaltet, entstehen zusätzliche Kosten. Nicht selten weigern sich Kunden, diesen Aufwand zu übernehmen, da der Zusammenhang zwischen Malware, Sicherheitslücke und Schaden für sie schwer nachvollziehbar ist.

Warum ist sie für WordPress-Websites gefährlich?

Malware ist bösartiger Code, der entwickelt wurde, um deine Website zu manipulieren, auszuspähen oder für kriminelle Zwecke zu missbrauchen. Anders als offensichtliche Hacks arbeitet Malware meist im Verborgenen. Deine WordPress-Seite bleibt erreichbar, Design und Inhalte wirken normal – genau das macht sie so gefährlich.

Der Schadcode wird häufig über anfällige Dateien installiert und in scheinbar intakter Software versteckt. Besonders WordPress-Websites sind aufgrund ihrer weiten Verbreitung ein beliebtes Angriffsziel. Schwachstellen in veralteten Plugins, Themes oder dem WordPress-Core bieten Angreifern ideale Einfallstore.

Typische Malware-Arten auf WordPress-Websites

  • Viren sind die häufigste Form von Malware. Sie verstecken sich oft in E-Mail-Anhängen oder infizierten Plugin-Dateien und verbreiten sich über dein System.
  • Trojaner und Backdoors tarnen sich als harmlose Programme oder Themes. Wie das legendäre Trojanische Pferd schleusen sie Schadcode während der Installation ein. Diese "Hintertüren" ermöglichen Angreifern dauerhaften Zugriff – selbst nach einer scheinbar erfolgreichen Bereinigung.
  • Drive-by-Downloads integrieren infizierte Dateien unauffällig in normale Downloads. Nutzer laden sie herunter, ohne es zu bemerken.
  • SEO-Spam-Malware manipuliert deine Inhalte gezielt für Suchmaschinen. Sie platziert unsichtbare Texte, Links oder Weiterleitungen, die nur Google-Bots sehen. Deine Seite taucht plötzlich in Suchergebnissen für Online-Apotheken oder Glücksspiel auf – Themen, die nichts mit deinem Angebot zu tun haben.
  • Pharma-Hacks sind eine spezielle Form des SEO-Spams. Sie binden Links zu unseriösen Websites in deinen Content und die Google-Suchergebnisse ein, ohne die eigentlichen Dateien stark zu beschädigen.
  • Webshells ermöglichen Angreifern, deinen Server direkt über den Browser zu steuern. Sie können Dateien hochladen, verändern oder löschen und bleiben oft lange unentdeckt.
  • Datenbank-Manipulation verändert Inhalte direkt in deiner WordPress-Datenbank. Betroffen sind häufig Beiträge, Seiten oder Benutzerkonten. Diese Änderungen fallen oft erst auf, wenn Rankings einbrechen oder Inhalte verfälscht erscheinen.

Mit einer professionellen Domain von GoDaddy legst du den Grundstein für einen sicheren Webauftritt.

Was Angreifer mit deiner Website vorhaben

Malware verfolgt verschiedene Ziele auf deiner WordPress-Website:

  • Platzierung von SEO-Spam zur Manipulation von Suchmaschinen
  • Umleitung deiner Besucher auf betrügerische oder schädliche Seiten
  • Diebstahl von Zugangsdaten (Admin-, FTP- oder Datenbank-Zugänge)
  • Missbrauch deiner Website zum Versand von Spam-Mails
  • Öffnen von Backdoors für dauerhaften Zugriff
  • Abgreifen sensibler Kundendaten

Besonders perfide: Viele Malware-Varianten zeigen schädlichen Code nur Suchmaschinen-Bots. Für dich und deine Besucher sieht alles normal aus, während Google bereits manipulierte Inhalte crawlt.

Woran du erkennst, dass deine WordPress-Website infiziert ist

Eine Malware-Infektion zeigt sich nicht immer sofort. Moderne Schadsoftware ist darauf ausgelegt, möglichst lange unentdeckt zu bleiben. Trotzdem gibt es typische Warnsignale, an denen du eine Infektion frühzeitig erkennen kannst.

Browser- und Google-Warnungen

Die meisten Browser zeigen dir einen Warnhinweis an, bevor sie dir die Navigation zu einer infizierten Seite ermöglichen. Meldungen wie "Diese Website könnte gehackt worden sein" oder "Vor dieser Website wird gewarnt" sind eindeutige Alarmsignale.

Auch Google markiert infizierte Websites in den Suchergebnissen. Siehst du Hinweise wie "Diese Website könnte Ihrem Computer schaden" unter deinem Suchergebnis, ist deine Seite wahrscheinlich bereits auf einer Blocklist gelandet.

Konkrete Anzeichen einer Malware-Infektion

  • Unbekannte Dateien im WordPress-Verzeichnis: Neue Dateien oder Ordner, die du nicht selbst angelegt hast, sind ein starkes Indiz. Besonders verdächtig sind Dateien mit kryptischen Namen in den Ordnern /wp-content/, /wp-includes/ oder im Root-Verzeichnis.
  • Fremde Keywords in Google-Ergebnissen: Deine Website taucht plötzlich für völlig themenfremde Suchbegriffe auf – typischerweise für Medikamente, Glücksspiel oder Luxusartikel.
  • Traffic-Einbruch ohne erkennbaren Grund: Sinken deine Besucherzahlen drastisch oder brechen Rankings abrupt ein, kann das auf eine Infektion hindeuten. Google stuft kompromittierte Websites herab oder entfernt sie ganz aus dem Index.
  • Neue Admin-Accounts: Unbekannte Benutzerkonten mit Administrator-Rechten sind ein klares Zeichen für einen erfolgreichen Angriff.
  • Weiterleitungen zu fremden Seiten: Deine Besucher werden abhängig von Herkunft, Gerät oder Suchmaschine auf andere Websites weitergeleitet – oft zu Spam- oder Phishing-Seiten.
  • Spam-Mails über deine Domain: Dein Hosting-Provider meldet sich, weil massenhaft Spam-Mails von deinem Server versendet werden.
  • Veränderte Dateien ohne Updates: Systemdateien zeigen ein aktuelles Änderungsdatum, obwohl du keine Updates durchgeführt hast.
  • Langsame Website-Performance: Malware verbraucht Serverressourcen. Lädt deine Seite plötzlich deutlich langsamer, kann das auf Schadcode hinweisen.

Ohne regelmäßige Scans und Monitoring bleiben viele dieser Anzeichen im Tagesgeschäft leicht übersehen. Genau deshalb ist eine frühzeitige Erkennung so entscheidend.

Die Folgen einer Malware-Infektion für dein Business

Eine Malware-Infektion ist nicht nur ein technisches Problem – sie bedroht direkt dein Geschäft. Die Auswirkungen reichen weit über die Website selbst hinaus.

  • Vertrauensverlust bei Besuchern und Kunden ist die unmittelbarste Folge. Sehen potenzielle Kunden eine Sicherheitswarnung, verlassen sie deine Seite sofort. Dieses Vertrauen zurückzugewinnen dauert Monate, manchmal Jahre.
  • Ranking-Verluste und Blocklistung bei Google treffen dich wirtschaftlich hart. Google stuft infizierte Websites rigoros herab oder entfernt sie komplett aus dem Index. Der organische Traffic bricht ein – und damit deine wichtigste Kundenquelle.
  • Einkommenseinbußen sind die direkte Folge. Weniger Besucher bedeuten weniger Anfragen, weniger Verkäufe, weniger Umsatz. Bei E-Commerce-Websites kann eine mehrtägige Infektion Tausende Euro kosten.
  • Zeit- und Kostenaufwand für Bereinigung kommen hinzu. Eine professionelle Malware-Entfernung kostet schnell mehrere Hundert Euro. Die Bereinigung in Eigenregie verschlingt wertvolle Arbeitszeit, die dir an anderer Stelle fehlt.
  • Reputationsschaden wirkt langfristig. Kunden fragen sich: "Wenn die ihre eigene Website nicht schützen können, wie sicher sind dann meine Daten?" Dieses Image-Problem überdauert die technische Bereinigung oft deutlich.

Wenn die Sicherheit deiner Kunden auf deiner Website gefährdet ist, wirst du Einkommenseinbußen haben.

Mit GoDaddy Website Security profitierst du von automatischen Scans, professioneller Malware-Bereinigung und einen Rundum-Schutz.

So entfernst du Malware von deiner WordPress-Website

Wirst du auf eine Infektion aufmerksam, solltest du deine Website dringend untersuchen und bereinigen. Je schneller du handelst, desto geringer fallen die Schäden aus.

Sofortmaßnahmen bei einer Infektion

Malware-Scan durchführen: Nutze professionelle Scanner, um das Ausmaß der Infektion zu erfassen. Die GoDaddy Express-Malware-Beseitigung entfernt alle Bedrohungen, die auf deiner Website gefunden werden, und repariert deine Dateien, bis sie hundertprozentig sauber sind.

Website bei Bedarf offline nehmen: Ist die Infektion schwerwiegend und gefährdet Besucher aktiv, nimm deine Seite vorübergehend vom Netz. Das verhindert weiteren Schaden und zeigt Google, dass du das Problem ernst nimmst.

Professionelle Bereinigungslösungen

GoDaddy Premium Website-Sicherheit führt automatisch tägliche Sicherheits-Scans durch und beseitigt erkannte Malware. Diese Lösung entlastet dich spürbar, da sie kontinuierlich im Hintergrund arbeitet.

Sucuri bietet umfassendes Monitoring, professionelle Bereinigung und Intrusion Detection. Erfahrene Analysten entfernen nicht nur sichtbare Malware, sondern spüren auch versteckte Backdoors auf und bereinigen manipulierte Datenbankeinträge.

Backup einspielen – aber richtig

Im Idealfall hast du ein Backup deiner noch nicht infizierten Seite, das du einspielen kannst. Die GoDaddy Seitenbackup-Funktion oder das WordPress-Plugin UpdraftPlus bieten professionelle Lösungen zur Erstellung und Wiederherstellung von Backups.

Wichtig: Ein Backup allein reicht nicht. Du musst anschließend unbedingt die Sicherheitslücken schließen, durch die die Malware eingedrungen ist. Sonst infizierst du deine Seite mit demselben Angriff erneut.

Nach der Bereinigung: Absichern nicht vergessen

Nach der Malware-Entfernung ist eine gründliche Nachbearbeitung entscheidend:

  • Alle Passwörter ändern: WordPress-Admin, FTP-Zugänge, Datenbank-Passwörter und Hosting-Zugänge müssen erneuert werden
  • Blocklist-Status prüfen: Kontrolliere in der Google Search Console, ob deine Seite auf einer Blocklist steht, und beantrage eine Überprüfung
  • Alle Plugins und Themes aktualisieren: Schließe bekannte Sicherheitslücken sofort
  • Ungenutzte Plugins löschen: Jedes inaktive Plugin ist ein potenzielles Sicherheitsrisiko

So schützt du deine WordPress-Website vor zukünftigen Malware-Angriffen

Malware einmal zu entfernen löst das akute Problem – verhindert aber nicht den nächsten Angriff. Entscheidend ist ein ganzheitlicher Sicherheitsansatz, der präventiv wirkt.

1. Erstelle regelmäßig Backups deiner Website

Backups sind deine Lebensversicherung. Sie ermöglichen eine schnelle Wiederherstellung, wenn alle anderen Schutzmaßnahmen versagen.

Automatisierung ist der Schlüssel: Manuelle Backups werden schnell vergessen. Nutze automatisierte Lösungen wie die GoDaddy Seitenbackup-Funktion oder das WordPress-Plugin UpdraftPlus.

Externe Speicherung: Speichere Backups außerhalb deiner Hosting-Infrastruktur – etwa in Cloud-Diensten wie Dropbox, Google Drive oder Amazon S3. So bleiben sie selbst dann geschützt, wenn dein Server kompromittiert wird.

Regelmäßigkeit: Wöchentliche Backups sind Minimum, bei E-Commerce-Websites mit häufigen Änderungen solltest du täglich sichern.

2. Wähle hochwertiges WordPress-Hosting

Dein Hosting-Provider ist deine erste Verteidigungslinie. Qualitativ hochwertiges Hosting bietet zusätzlichen Schutz durch:

  • Aktive Malware-Scans auf Serverebene
  • Automatische Sicherheitsupdates für serverkritische Software
  • Isolierung zwischen verschiedenen Hosting-Accounts
  • Firewall-Schutz gegen bekannte Angriffsmuster
  • Schnelle Reaktionszeiten bei Sicherheitsvorfällen

Managed WordPress-Hosting (z.B. bei GoDaddy) ist speziell auf WordPress optimiert und bietet zusätzliche Sicherheitsfeatures, die bei Standard-Shared-Hosting oft fehlen.

3. Halte WordPress, Themes und Plugins aktuell

Veraltete Software ist die häufigste Ursache für erfolgreiche Malware-Angriffe. Jedes Update schließt bekannte Sicherheitslücken.

  • Aktiviere automatische Updates für WordPress-Core, Themes und Plugins – zumindest für Sicherheitsupdates. In WordPress kannst du das unter "Dashboard → Aktualisierungen" konfigurieren.
  • Prüfe regelmäßig manuell: Nicht alle Updates laufen automatisch. Kontrolliere wöchentlich, ob neue Versionen verfügbar sind.
  • Teste vor großen Updates: Bei Major-Updates (z.B. von WordPress 6.3 auf 6.4) solltest du in einer Staging-Umgebung testen, ob alles funktioniert.

4. Verwende starke Passwörter und ändere sie regelmäßig

Schwache Passwörter sind eine Einladung für Brute-Force-Angriffe.

  • Starke Passwörter generieren: Nutze Passwort-Manager wie 1Password, LastPass oder Bitwarden. Sie erstellen und speichern komplexe Passwörter automatisch.
  • Mindestanforderungen: Mindestens 16 Zeichen, Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.
  • Regelmäßig wechseln: Ändere kritische Passwörter alle 3-6 Monate und unbedingt nach jedem Sicherheitsvorfall.

Niemals wiederverwenden: Jeder Zugang braucht ein eigenes Passwort.

5. Installiere ein WordPress Security-Plugin

Security-Plugins bieten umfassenden Schutz in mehreren Schichten.

Wordfence Security ist eines der beliebtesten Security-Plugins. Es bietet:

  • Web Application Firewall (WAF)
  • Malware-Scanner
  • Login-Schutz gegen Brute-Force-Angriffe
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung
  • Live-Traffic-Monitoring

Sucuri Security kombiniert Monitoring, Bereinigung und Prävention:

  • Kontinuierliche Website-Überwachung
  • Automatische Malware-Scans
  • Cloudbasierte Firewall
  • DDoS-Schutz
  • Professionelle Malware-Entfernung durch Sicherheitsexperten

iThemes Security (ehemals Better WP Security) bietet über 30 Sicherheitsmaßnahmen, darunter:

  • Schutz vor Brute-Force-Angriffen
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung
  • Datenbank-Backups
  • File-Change-Detection

Wähle eine Lösung und konfiguriere sie sorgfältig. Mehr ist nicht immer besser – mehrere Security-Plugins können sich gegenseitig stören.

6. Nutze nur vertrauenswürdige Plugins und Themes

Nicht jedes Plugin im Web ist sicher. Angreifer verteilen gezielt manipulierte Plugins und Themes.

  • Offizielles WordPress-Verzeichnis: Lade Plugins und Themes nur aus dem offiziellen WordPress.org-Verzeichnis herunter. Diese werden geprüft und regelmäßig gescannt.
  • Seriöse Premium-Anbieter: Bei kostenpflichtigen Lösungen setze auf etablierte Anbieter wie WooCommerce, Elementor oder Yoast.
  • Meide Nulled/Cracked-Themes: Kostenlose Versionen von Premium-Themes enthalten oft Malware. Die vermeintliche Ersparnis kostet dich am Ende ein Vielfaches.

Prüfe vor der Installation:

  • Wann wurde das Plugin zuletzt aktualisiert?
  • Wie viele aktive Installationen gibt es?
  • Wie sind die Bewertungen?
  • Reagiert der Entwickler auf Support-Anfragen?

Lösche ungenutzte Plugins: Jedes inaktive Plugin ist ein Sicherheitsrisiko. Deaktivieren reicht nicht – lösche Plugins, die du nicht benötigst.

7. Schränke Benutzerrechte ein

Nicht jeder Nutzer braucht Administrator-Rechte.

WordPress-Rollen-System nutzen: Weise Nutzern nur die Rechte zu, die sie wirklich benötigen:

  • Administrator: Nur für dich und absolut vertrauenswürdige Personen
  • Redakteur: Für Content-Manager
  • Autor/Mitarbeiter: Für Gastautoren

Regelmäßig aufräumen: Lösche alte Benutzerkonten, die nicht mehr benötigt werden.

8. Aktiviere SSL-Verschlüsselung (HTTPS)

Ein SSL-Zertifikat verschlüsselt die Datenübertragung zwischen Browser und Server. Das schützt Login-Daten und andere sensible Informationen vor Mitlesern.

Let's Encrypt bietet kostenlose SSL-Zertifikate. Viele Hosting-Provider (inkl. GoDaddy) installieren sie automatisch z.B. das spezialisierte WordPress Hosting von GoDaddy.

Erzwinge HTTPS: Stelle in WordPress sicher, dass alle Seiten über HTTPS ausgeliefert werden.

9. Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren

Selbst wenn dein Passwort kompromittiert wird, bietet Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) zusätzlichen Schutz.

Plugins für 2FA:

  • Wordfence Login Security
  • Two-Factor
  • Google Authenticator

Funktionsweise: Nach der Passworteingabe musst du einen zeitlich begrenzten Code eingeben, der auf dein Smartphone geschickt wird.

10. Richte kontinuierliches Monitoring ein

Automatisierte Überwachung erkennt Probleme, bevor sie eskalieren.

Was überwacht werden sollte:

  • Dateiänderungen im WordPress-Verzeichnis
  • Neue Benutzerkonten
  • Fehlgeschlagene Login-Versuche
  • Website-Verfügbarkeit
  • Blocklist-Status bei Google
  • SSL-Zertifikat-Gültigkeit

Professionelle Lösungen wie GoDaddy Website Security bieten automatisches Monitoring mit sofortigen Benachrichtigungen bei Auffälligkeiten.

Professionelle Sicherheitslösungen für WordPress – Deine Rundum-Absicherung

Während einzelne Maßnahmen wichtig sind, bieten integrierte Sicherheitslösungen den umfassendsten Schutz. Sie verbinden Erkennung, Reaktion und Prävention in einem durchgängigen Prozess.

GoDaddy Website Security bietet:

  • Automatische tägliche Malware-Scans
  • Professionelle Malware-Entfernung durch Experten
  • Website-Firewall zum Blockieren von Angriffen
  • Kontinuierliches Monitoring
  • Schutz vor DDoS-Attacken

Sucuri ist spezialisiert auf WordPress-Sicherheit:

  • Umfassende Intrusion Detection
  • Cloudbasierte Website-Firewall
  • Malware-Entfernung mit Garantie
  • Blocklist-Monitoring und -Entfernung
  • SSL-Zertifikatsüberwachung
  • Schutz vor Zero-Day-Exploits

Diese Lösungen entlasten dich im Alltag und reagieren im Ernstfall schneller als jede manuelle Intervention. Für geschäftskritische Websites sind sie keine Option, sondern Pflicht.

Fazit: Malware ernst nehmen und strukturiert absichern

Malware ist eine reale Bedrohung für jede WordPress-Website – aber du bist ihr nicht hilflos ausgeliefert. Mit der richtigen Hosting-Plattform wie Managed WordPress Hosting von GoDaddy mit automatisierten Malware-Scans schützt du deine Seite effektiv:

  • Erkenne Malware frühzeitig durch regelmäßige Scans und Monitoring. Je schneller du reagierst, desto geringer der Schaden.
  • Entferne Malware professionell mit bewährten Tools und Diensten. Halbherzige Bereinigung führt zu wiederkehrenden Infektionen.
  • Sichere deine Website dauerhaft ab durch Updates, sichere Passwörter, Security-Plugins und hochwertiges Hosting.

Der Dreiklang aus Erkennung, Entfernung und Prävention macht den Unterschied zwischen einer sicheren Website und einem ständigen Sicherheitsrisiko. Investiere jetzt in Sicherheit – bevor Malware dein Business bedroht.

Dieser Artikel ist am 19.10.2017 erschienen und wurde am 11.02.2026 aktualisiert.

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