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Web Analytics Websites: Die besten datenschutzkonformen Tools für deine Online Analytics im Vergleich

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GoDaddy Deutschland Content Team
Titelmotiv des Blogartikels zum Thema: Web Analytics Websites: Die besten datenschutzkonformen Tools für deine Online Analytics im Vergleich

Wichtige Erkenntnisse

Bestimmt hast du auch schon einmal an Straßen oder Kreuzungen Menschen in Warnwesten mit Stift und Klemmbrettern stehen sehen. Akribisch notieren sie bei einer Verkehrserhebung jeden Verkehrsteilnehmer – vom Fußgänger bis zum LKW. Woher kommen die Fahrzeuge und Passanten, wie viele sind es und wohin bewegen sie sich? Nichts anderes machen im Prinzip Web Analytics Websites: Sie zählen und beobachten den Verkehr auf deiner Website und generieren daraus nutzbringende Erkenntnisse. In diesem umfassenden Vergleich zeigen wir dir die besten datenschutzkonformen Online Analytics Tools, mit denen du deine Website-Performance messen und optimieren kannst – ganz ohne rechtliche Risiken.

Was sind Web Analytics Websites und warum brauchst du sie?

Web Analytics Websites sind spezialisierte Plattformen und Tools, die dir helfen, das Verhalten deiner Website-Besucher zu verstehen und datenbasierte Entscheidungen zu treffen. Online Analytics erfasst systematisch, wie Nutzer mit deiner Website interagieren – von der ersten Landingpage bis zur letzten Aktion vor dem Verlassen der Seite.

Warum Web Analytics für deinen Online-Erfolg entscheidend sind

Ohne valide Daten über deine Website-Performance tappst du im Dunkeln. Web Analytics Websites liefern dir Antworten auf entscheidende Fragen:

  • Wie viele Besucher kommen täglich, wöchentlich oder monatlich auf deine Website?
  • Woher kommen sie? Über Suchmaschinen, Social Media oder direkte Aufrufe?
  • Welche Inhalte werden am häufigsten aufgerufen und wo springen Besucher ab?
  • Welche Geräte nutzen deine Besucher – Desktop, Tablet oder Smartphone?
  • Welche Conversion-Ziele werden erreicht und wo gibt es Optimierungspotenzial?

Unterschiedliche Ansätze bei Online Analytics

Bei Web Analytics Websites unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Ansätzen:

Logbasierte Analyse: Diese Tools werten die Logfiles deines Webservers aus. Jede Anfrage an den Server wird protokolliert und anschließend statistisch ausgewertet. Der Vorteil: kein zusätzlicher Code auf deiner Website nötig, oft bereits im Hosting-Paket enthalten. Der Nachteil: weniger präzise bei der Erfassung echter Nutzer-Interaktionen.

JavaScript-basierte Analyse: Hier wird ein Tracking-Code in deine Website eingebunden, der detaillierte Informationen über Nutzerverhalten sammelt. Diese Methode liefert genauere Daten über User-Journeys, Scrollverhalten und Interaktionen, erfordert aber sorgfältige Datenschutz-Konfiguration.

Welche Metriken sind wirklich wichtig?

Nicht alle Daten, die Web Analytics Websites erfassen können, sind für dich gleichermaßen relevant. Konzentriere dich auf diese Key Performance Indicators (KPIs):

  • Unique Visitors vs. Page Views: Einzelne Besucher vs. gesamte Seitenaufrufe
  • Bounce Rate (Absprungrate): Prozentsatz der Besucher, die nach nur einer Seite wieder gehen
  • Durchschnittliche Verweildauer: Wie lange bleiben Nutzer auf deiner Website?
  • Traffic-Quellen: Woher kommt dein Traffic (organic, paid, social, direct)?
  • Conversion Rate: Wie viele Besucher führen gewünschte Aktionen aus?
  • Beliebte Einstiegs- und Ausstiegsseiten: Wo kommen Nutzer an, wo verlassen sie deine Seite?

Deine perfekte Domain für deine Web Analytics!

Das Google Analytics Problem: Warum du jetzt handeln musst

Der wohl bekannteste Dienst für Web Analytics ist Google Analytics, doch ist er aus datenschutzrechtlicher Sicht seit Jahren umstritten und für europäische Website-Betreiber mittlerweile praktisch unnutzbar geworden.

Das Privacy Shield Urteil und seine Folgen

Spätestens seit dem wegweisenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 16. Juli 2020, bei dem das EU-US-Abkommen Privacy Shield für nicht ausreichend erklärt wurde, sind Datenübertragungen in die USA unter enormen rechtlichen Druck geraten. Der EuGH stellte klar, dass US-amerikanische Überwachungsgesetze (insbesondere FISA 702 und Executive Order 12333) keinen ausreichenden Schutz für europäische Bürger bieten.

Datenschutzbehörden schlagen Alarm

Die Konsequenzen ließen nicht lange auf sich warten. Auch die Sicherheitsanpassungen, die Google nach dem Urteil für seinen Web-Analytics-Dienst vorgenommen hat, genügen nach Entscheidungen mehrerer europäischer Datenschutzbehörden nicht:

  • Österreichische Datenschutzbehörde (DSB): Im Januar 2022 erklärte die DSB den Einsatz von Google Analytics für rechtswidrig
  • Französische Datenschutzbehörde (CNIL): Kam im Februar 2022 zum gleichen Ergebnis
  • Italienische Datenschutzbehörde (Garante): Bestätigte die Rechtswidrigkeit im Juni 2022
  • Europäischer Datenschutzbeauftragter: Warnt eindringlich vor der Nutzung

Der Kern des Problems: Google Analytics überträgt personenbezogene Daten (IP-Adressen, Cookie-IDs, Browser-Fingerprints) auf Server in den USA, wo sie dem Zugriff amerikanischer Geheimdienste unterliegen – ohne effektive Rechtsschutzmöglichkeiten für europäische Nutzer.

Konkrete Risiken für Website-Betreiber

Für deutsche und europäische Website-Betreiber ist der datenschutzkonforme Einsatz von Google Analytics dadurch schlichtweg unmöglich. Die Risiken sind real:

  • Bußgelder bis zu 20 Millionen Euro oder 4% des weltweiten Jahresumsatzes nach DSGVO
  • Abmahnungen durch Wettbewerber oder Datenschutzaktivisten
  • Beschwerden bei Datenschutzbehörden durch aufmerksame Nutzer
  • Reputationsschaden durch Datenschutzverstöße

Die Lösung: Datenschutzkonforme Web Analytics Websites

Die beste Lösung besteht darin, auf Google Analytics zu verzichten und stattdessen Web Analytics Websites einzusetzen, die sich vollständig datenschutzkonform nutzen lassen. Die gute Nachricht: Es gibt mittlerweile ausgereifte Alternativen für Online Analytics, die dir ähnliche oder sogar bessere Einblicke bieten – ohne rechtliche Risiken.

Deine Website mit eingebauten Analytics – einfach genial!

Logbasierte Web Analytics: Einfache und datenschutzkonforme Lösungen für den Start

Wenn du mit deinen Online Analytics gerade erst beginnst oder keine hochkomplexen Auswertungen benötigst, sind logbasierte Web Analytics Websites die ideale Lösung. Sie analysieren die Zugriffsprotokolle (Logfiles) deines Webservers und sind damit von Haus aus datenschutzfreundlicher als JavaScript-basierte Tracking-Lösungen.

Webalizer von DomainFactory: Solide Grundausstattung inklusive

Datenschutzkonforme Zugriffsstatistiken in Textform und grafischer Aufbereitung bietet heute fast jeder Anbieter von Webspace – und nutzt dafür das freie Logfile-Analyse-Programm Webalizer. Diese bewährte Web-Analytics-Software wertet die vom Webserver aufgezeichneten Zugriffsprotokolle aus und liefert quantitative Informationen über:

  • Zahl der Anfragen an deinen Server
  • Zahl der angeforderten Dateien (HTML, CSS, JavaScript, Bilder)
  • Zahl der besuchten Seiten (ohne Ressourcen-Dateien)
  • Zahl der Besuche und Sessions
  • Zahl der IP-Adressen (verschiedene Besucher)
  • Umfang der heruntergeladenen Daten (Bandbreitennutzung)

Detaillierte Reports für verschiedene Zeiträume

Die Berichte können für Stunden, Tage, Monate oder Jahre erstellt werden, sodass du sowohl kurzfristige Trends als auch langfristige Entwicklungen erkennen kannst. Anzeigen lassen kann man sich auch:

  • Die meistbesuchten Seiten deiner Homepage
  • Die am häufigsten genutzten Einstiegs- oder Ausstiegspunkte
  • Referrer: Wo haben sich die Besucher vor dem Besuch deiner Seite befunden?
  • User Agents: Welche Internetbrowser und Versionen nutzen deine Besucher?
  • Geografische Verteilung: Zugriffe aus verschiedenen Ländern
  • HTTP-Statuscodes: Fehlerhafte Seiten identifizieren (404, 500 etc.)

Einschränkungen und Grenzen

Eine Logfile-Analyse registriert nur, dass eine IP-Adresse eine Anfrage an den Server stellt. Ob es sich dabei wirklich um einen menschlichen Besucher handelt oder nur um einen Bot, eine Firewall oder eine andere automatisierte Anfrage, lässt sich nicht mit Sicherheit herausfinden. Deshalb sind die Informationen über Besuche, wie auch über Einstiegs- und Ausstiegsseiten, nicht allzu genau.

Für wen ist Webalizer geeignet?

Für viele Website-Betreiber, die nur einen groben Überblick über den Traffic auf ihrer Seite haben wollen, reichen diese Statistiken dennoch vollkommen aus. Besonders wenn du:

  • Eine kleinere Website oder einen Blog betreibst
  • Grundlegende Traffic-Trends erkennen möchtest
  • Keine detaillierten Nutzeranalysen benötigst
  • Maximalen Datenschutz bevorzugst
  • Kein zusätzliches Budget für Analytics ausgeben willst

Praktischer Tipp: Den Umfang der Webalizer-Statistik kannst du im Kundenmenü von deinem DomainFactory-Produkt konfigurieren. Klicke dazu in der betreffenden Auftragsverwaltung unter „Domain" auf „Statistik & Logfile-Konfiguration".

AWStats: Mehr Funktionen, tiefere Einblicke

Auch AWStats (Advanced Web Statistics) ist eine freie Software, die Logdateien der Webserver auswertet – aber mit deutlich erweitertem Funktionsumfang. Das Tool kann zusätzlich auch Mail- und FTP-Logs analysieren, was es für umfassendere Server-Analysen interessant macht.

Technische Voraussetzungen

AWStats ist in der Programmiersprache Perl geschrieben, deshalb muss Perl auf dem Server, auf dem es installiert werden soll, aktiviert sein. Eine weitere Bedingung ist, dass sich Cronjobs einrichten lassen, denn das Programm muss regelmäßig (idealerweise täglich) aufgerufen werden, um die Logfiles zu verarbeiten.

Erweiterte Analytics-Funktionen

AWStats kann noch detailliertere Informationen ermitteln als der Webalizer, beispielsweise:

  • Bildschirmauflösungen deiner Besucher
  • Browser-Plugins: Java, Flash, PDF-Support, QuickTime etc.
  • Lesezeichen-Nutzung: Wie häufig wird deine Seite gebookmarkt?
  • Suchbegriffe: Welche Keywords führen über Suchmaschinen zu dir?
  • Robots und Spiders: Detaillierte Bot-Analyse
  • HTTP-Fehler-Analyse: Broken Links systematisch aufspüren
  • Downloads: Tracking von PDF, ZIP und anderen Dateien

Datenexport und Integration

Ein besonderer Vorteil ist die Möglichkeit, die Daten im XML-Format zu exportieren. Das erlaubt dir, die Analytics-Daten in andere Systeme zu integrieren oder eigene Auswertungen vorzunehmen.

Für wen ist AWStats geeignet?

AWStats richtet sich an Website-Betreiber, die:

  • Mehr Details als Webalizer benötigen
  • Technisches Know-how für Installation und Konfiguration mitbringen
  • Server-Zugriff und Cronjob-Möglichkeiten haben
  • Mail- und FTP-Server ebenfalls analysieren möchten
  • Kostenlose Open-Source-Lösungen bevorzugen

GoAccess: Real-time Analytics mit modernem Dashboard

Ein weiteres kostenfreies Tool für logbasierte Web Analytics ist GoAccess. Diese Software besticht vor allem durch zwei herausragende Eigenschaften, die sie von Webalizer und AWStats unterscheiden:

Echtzeitanalysen für aktuelle Einblicke

GoAccess verarbeitet Logfiles in Echtzeit und zeigt dir sofort, was gerade auf deiner Website passiert. Das ist besonders wertvoll, wenn du:

  • Live-Events oder Produktlaunches durchführst
  • Schnell auf Traffic-Spitzen reagieren musst
  • Server-Probleme in Echtzeit identifizieren willst
  • Sofortiges Feedback zu Veröffentlichungen brauchst

Ansprechende Dashboard-Visualisierung

Im Gegensatz zu den eher spartanischen Oberflächen von Webalizer und AWStats bietet GoAccess eine moderne, interaktive Dashboard-Visualisierung direkt im Browser. Die Daten werden ansprechend aufbereitet und sind intuitiv zu erfassen – visuell deutlich ansprechender als klassische Logfile-Reports.

Terminal und Browser-Modus

GoAccess kann sowohl als Terminal-Anwendung (für Server-Administratoren) als auch als HTML-Dashboard im Browser genutzt werden. Das macht es flexibel einsetzbar für verschiedene Szenarien und Nutzerpräferenzen.

Warum unterschiedliche Ergebnisse? Die Wahrheit liegt in der Mitte

Da Webalizer, AWStats und GoAccess unterschiedliche Methoden und Algorithmen für ihre Web Analytics anwenden, liefern sie auch unterschiedliche Ergebnisse über Besucherzahlen und Seitenaufrufe. Das liegt an verschiedenen Faktoren:

  • Bot-Filterung: Jedes Tool filtert Bots unterschiedlich
  • Session-Definition: Unterschiedliche Timeouts definieren, was ein "Besuch" ist
  • Logfile-Parsing: Verschiedene Interpretationen der Serverprotokolle
  • Zeitverzögerungen: Wann und wie oft werden Logs verarbeitet?

Viele erfahrene Website-Betreiber nutzen daher mehrere Tools nebeneinander und suchen die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Wichtiger als absolute Zahlen sind ohnehin die Trends und relativen Veränderungen über Zeit.

Matomo: Die führende Open-Source Alternative für professionelle Web Analytics

Wenn du nach einer vollwertigen Alternative zu Google Analytics suchst, führt kein Weg an Matomo vorbei. Diese frei verfügbare Open-Source-Software für Webseiten steht Google Analytics in ihrem Funktionsumfang und ihrer Genauigkeit kaum nach und ist deshalb auch für gehobene Ansprüche an Online Analytics bestens geeignet.

Flexible Hosting-Optionen: Du behältst die Kontrolle

Matomo bietet dir maximale Flexibilität bei der Implementierung:

Self-Hosted (On-Premise):

  • Kostenfreie Installation auf deinem eigenen Server
  • Volle Datenhoheit – alle Daten bleiben auf deiner Infrastruktur
  • Vollständige Kontrolle über Konfiguration und Updates
  • Ideal für datenschutzsensible Projekte und Organisationen

Cloud-Lösung (Matomo Cloud):

  • Kostenpflichtiger, aber komfortabler Cloud-Dienst
  • Keine technische Wartung erforderlich
  • Professioneller Support inklusive
  • Datenspeicherung garantiert in Europa (Deutschland oder Frankreich)
  • Verschiedene Preispläne je nach Traffic-Volumen

WordPress-Integration:

  • Direktinstallation über das offizielle WordPress-Plugin
  • Nahtlose Integration ins WordPress-Backend
  • Vereinfachte Konfiguration für WordPress-Nutzer
  • Ideal für Blogger und WordPress-basierte Websites

DSGVO-Konformität: Datenschutz by Design

Das bis 2018 unter dem Namen Piwik bekannte Analyse-Tool ist komplett DSGVO-konform, da die Daten auch bei Nutzung der Cloud-Lösung in Europa gespeichert werden. Matomo erfüllt alle Anforderungen der europäischen Datenschutz-Grundverordnung:

  • Datenspeicherung in der EU: Keine Übermittlung in Drittländer
  • IP-Anonymisierung: Automatische Kürzung von IP-Adressen
  • Keine Datenweitergabe: Deine Daten gehören dir, nicht Matomo
  • Cookie-freier Betrieb möglich: Analytics auch ohne Einwilligung
  • Respektierung von Do-Not-Track: Browser-Einstellungen werden berücksichtigt
  • Transparenz: Open-Source-Code ist vollständig einsehbar

Eine eigene Matomo-Instanz nutzt beispielsweise die Europäische Kommission für die detaillierte Analyse ihrer Website – ein starkes Vertrauenssignal für höchste Datenschutz-Standards.

Umfassende Features: Alles, was du für professionelle Online Analytics brauchst

Die aktuelle Version der Software (Matomo 5.x) bietet einen beeindruckenden Funktionsumfang, der für die meisten Anwendungsfälle völlig ausreichend ist.

Intuitives und anpassbares Dashboard

Die Oberfläche von Matomo ist verständlich und lässt sich einfach bedienen. Die wichtigsten Kennzahlen lassen sich in einem individuell anpassbaren Dashboard anzeigen. Du kannst verschiedene Widgets hinzufügen, entfernen und nach deinen Präferenzen anordnen – perfekt, um auf einen Blick die für dich relevanten Metriken zu erfassen.

Besucheranalyse: Verstehe deine Zielgruppe

Schnell herausfinden kannst du beispielsweise:

  • Zeitliche Muster: Wie viele Besucher hatte die Website an bestimmten Wochentagen oder zu bestimmten Tageszeiten?
  • Neue vs. wiederkehrende Besucher: Wie hoch ist die Besucherbindung?
  • Besuchsdauer und Seitenaufrufe: Wie intensiv beschäftigen sich Nutzer mit deinen Inhalten?
  • Echtzeit-Besucher: Wer ist gerade jetzt auf deiner Website aktiv?

Traffic-Quellen: Woher kommt dein Erfolg?

Matomo zeigt dir detailliert, über welche Kanäle Besucher auf deine Website kommen:

  • Organische Suchmaschinen: Google, Bing, DuckDuckGo – mit Suchbegriffen (soweit verfügbar)
  • Social Media: Facebook, Twitter, LinkedIn, Instagram und mehr
  • Direkte Aufrufe: Nutzer, die deine URL direkt eingeben
  • Referrer-Websites: Backlinks von anderen Websites
  • Kampagnen: Tracking von UTM-Parametern für Marketing-Kampagnen
  • E-Mail-Marketing: Performance von Newsletter-Links

Content-Analyse: Welche Inhalte funktionieren?

Finde heraus, was deine Besucher wirklich interessiert:

  • Meistbesuchte Seiten: Welche Unterseiten werden wie oft aufgerufen?
  • Einstiegsseiten: Wo kommen Besucher auf deiner Website an?
  • Ausstiegsseiten: Wo verlierst du Besucher? Optimierungspotenziale identifizieren!
  • Download-Tracking: Welche PDFs, Dokumente oder Dateien werden heruntergeladen?
  • Interne Suche: Was suchen Nutzer auf deiner Website?
  • Ladezeiten: Performance-Analyse für schnellere Websites

Technische Insights: Geräte und Systeme

Verstehe die technische Landschaft deiner Besucher:

  • Gerätetypen: Desktop, Tablet oder Smartphone – von welchen Endgeräten aus erfolgten die Aufrufe?
  • Betriebssysteme: Windows, macOS, Linux, iOS, Android
  • Browser: Chrome, Firefox, Safari, Edge – mit Versionsnummern
  • Bildschirmauflösungen: Optimiere dein Design für die häufigsten Auflösungen
  • Plugins und Technologien: PDF-Support, Flash, Java etc.

Geografische Analyse: Wo sind deine Nutzer?

Matomo zeigt dir, aus welchen geografischen Regionen die Aufrufe erfolgten:

  • Länder und Kontinente: Weltweit oder lokal fokussiert?
  • Städte: Bis auf Stadt-Ebene (bei ausreichender Datenmenge)
  • Provider: Von welchen Internet-Providern kommen Zugriffe?
  • Sprachen: Welche Sprachen sprechen deine Besucher?

Erweiterte Funktionen für Profis

Je nach Einstellung der Software und Einwilligung der Nutzer in die Verwendung von Cookies kann Matomo noch deutlich detailliertere Auswertungen vornehmen:

User Journey Tracking

Die Daten individueller Nutzer können anonymisiert angezeigt werden, um Nutzerprofile zu erstellen und typische Customer Journeys nachzuvollziehen. Du siehst:

  • Welche Seiten ein Besucher in welcher Reihenfolge aufruft
  • Wo Conversion-Pfade abbrechen
  • Wie sich wiederkehrende Besucher verhalten
  • Welche Kombinationen von Inhalten besonders erfolgreich sind

E-Commerce Tracking

Für Online-Shops bietet Matomo spezialisierte E-Commerce-Analytics:

  • Warenkorb-Analyse: Was wird in den Warenkorb gelegt, was gekauft?
  • Produktperformance: Welche Produkte generieren Umsatz?
  • Conversion-Funnel: Wo springen Käufer im Checkout-Prozess ab?
  • Umsatz-Tracking: Revenue Attribution zu verschiedenen Kanälen

Conversion-Tracking und Ziele

Definiere spezifische Ziele (Goals) und messe deren Erreichung:

  • Formular-Absendungen
  • Newsletter-Anmeldungen
  • Account-Registrierungen
  • Bestimmte Seiten-Aufrufe
  • Verweildauer-Schwellenwerte

A/B-Testing und Experimente

Mit zusätzlichen Plugins kannst du A/B-Tests direkt in Matomo durchführen und auswerten, um datenbasierte Optimierungen vorzunehmen.

Höhere Datenqualität als Google Analytics

Experten heben zudem hervor, dass die Datenqualität bei Matomo im Vergleich zu Google Analytics oft höher ist. Der Hauptgrund: Matomo kann Adblocker besser umgehen.

Während Google Analytics von vielen Ad- und Tracking-Blockern standardmäßig blockiert wird, fliegt Matomo – besonders bei Self-Hosting – oft unter dem Radar. Das bedeutet: Du erfasst einen größeren Anteil deiner tatsächlichen Besucher und erhältst realistischere Daten.

Preismodelle: Von kostenlos bis Enterprise

Self-Hosted:

  • Komplett kostenlos (Open Source)
  • Nur Hosting-Kosten fallen an
  • Community-Support via Forum

Matomo Cloud:

  • Ab ca. 19€/Monat für kleinere Websites
  • Gestaffelte Preise nach monatlichen Seitenaufrufen
  • 30 Tage kostenlose Testphase
  • Professioneller E-Mail-Support
  • Enterprise-Pläne mit SLA und Premium-Support

Installation und Einrichtung

Die Installation ist gut dokumentiert und auch für weniger technisch versierte Nutzer machbar:

Self-Hosted Installation:

  1. Matomo von der offiziellen Website herunterladen
  2. Dateien auf deinen Webserver hochladen
  3. MySQL-Datenbank erstellen
  4. Installations-Assistent im Browser aufrufen
  5. Tracking-Code in deine Website einfügen

WordPress-Installation:

  1. Plugin "Matomo Analytics" im WordPress-Backend suchen
  2. Installieren und aktivieren
  3. Einfacher Setup-Wizard führt durch die Konfiguration
  4. Automatische Code-Einbindung

Für wen ist Matomo ideal?

Matomo eignet sich besonders für:

  • Datenschutzbewusste Website-Betreiber, die Google Analytics ersetzen müssen
  • Mittlere bis große Websites mit professionellem Analytics-Bedarf
  • E-Commerce-Betreiber, die detaillierte Shop-Analysen benötigen
  • Agenturen und Freelancer, die Kunden datenschutzkonforme Lösungen anbieten
  • Öffentliche Einrichtungen und NGOs mit hohen Datenschutz-Anforderungen
  • WordPress-Nutzer, die einfache Integration schätzen

Fazit zu Matomo: Mit Matomo erhältst du eine vollwertige, professionelle Web Analytics Website, die Google Analytics in nichts nachsteht – aber deine Daten in Europa behält und DSGVO-konform arbeitet. Die Kombination aus Leistungsfähigkeit, Datenschutz und Flexibilität macht Matomo zur Top-Empfehlung für die meisten Anwendungsfälle.

Open Web Analytics: Leistungsstark, aber für Fortgeschrittene

Der Name sagt es schon: Eine weitere frei verfügbare Open-Source-Software für die statistische Auswertung des Besucherverkehrs und -verhaltens auf Websites ist Open Web Analytics (OWA). Auch hier bestimmen das Feedback und die Wünsche der Nutzercommunity die Weiterentwicklung.

Volle Datenhoheit durch Self-Hosting

Da OWA auf einem eigenen Server installiert und gehostet werden muss, behältst du auch hier die volle Datenhoheit. Alle gesammelten Daten bleiben auf deiner eigenen Infrastruktur – ein entscheidender Vorteil für datenschutzsensible Projekte.

Leistungsfähige Features inklusive Heat Maps

Das Analyse-Tool ist leistungsfähig und bietet neben Standard-Features wie Besucherstatistiken, Traffic-Quellen und Content-Analysen auch einige besondere Funktionen:

Heat Maps: Visualisiere Nutzerverhalten

Ein herausragendes Feature von OWA ist die Möglichkeit, Mausbewegungen auf einer Website in Form von Heat Maps auszuwerten. Diese visualisieren:

  • Wo klicken Nutzer am häufigsten?
  • Welche Bereiche einer Seite werden besonders beachtet?
  • Wo bewegt sich die Maus hin (Indikator für Aufmerksamkeit)?
  • Welche Call-to-Actions werden übersehen?

Heat Maps sind extrem wertvoll für Conversion-Optimierung und UX-Design, da sie Schwachstellen im Layout auf einen Blick sichtbar machen.

Weitere erweiterte Funktionen

  • Domino-Plots: Visualisierung von Click-Streams
  • Feed-Tracking: Analyse von RSS-Feed-Abonnenten
  • API-Zugriff: Integration in eigene Anwendungen
  • WordPress- und MediaWiki-Integration: Plugins für populäre CMS

Datenschutz: Verantwortung liegt beim Betreiber

Um die Einhaltung von Datenschutzgesetzen zu unterstützen, wurden in der Vergangenheit einige Funktionen hinzugefügt; allerdings musst du als Website-Betreiber selbst für die richtigen Einstellungen sorgen:

  • IP-Anonymisierung muss manuell konfiguriert werden
  • Cookie-Einstellungen erfordern technisches Verständnis
  • Datenschutzerklärung muss selbst erstellt werden
  • Opt-out-Mechanismen müssen implementiert werden

Viel Unterstützung erhält man dabei leider nicht – die Dokumentation ist teilweise lückenhaft und veraltet.

Technische Herausforderungen

OWA ist nicht ganz einfach zu installieren und zu konfigurieren:

  • PHP und MySQL erforderlich
  • Server-Konfiguration notwendig
  • Regelmäßige Updates müssen manuell eingespielt werden
  • Debugging bei Problemen erfordert technisches Know-how

Die Community ist kleiner als bei Matomo, daher kann Support bei Problemen schwieriger zu finden sein.

Für wen ist Open Web Analytics geeignet?

Insgesamt ist OWA eher ein Tool für technisch und datenschutzrechtlich versierte Website-Betreiber, die:

  • Fortgeschrittene Entwickler- oder Server-Kenntnisse mitbringen
  • Heat Maps und erweiterte Visualisierungen benötigen
  • Bereit sind, Zeit in Konfiguration und Wartung zu investieren
  • Keine Angst vor gelegentlichen technischen Herausforderungen haben
  • Eine kostenlose Alternative zu kostenpflichtigen Heat-Map-Tools suchen

Einschätzung: OWA bietet interessante Features, ist aber weniger benutzerfreundlich als Matomo und eignet sich daher eher als Ergänzung oder für spezielle Anwendungsfälle als als primäres Analytics-Tool.

Weitere datenschutzkonforme Web Analytics Websites im Überblick

Neben den bereits vorgestellten Lösungen gibt es noch weitere interessante Web Analytics Websites, die datenschutzkonform arbeiten und sich als Google Analytics Alternative eignen. Hier ein Überblick:

Plausible Analytics

Plausible ist eine leichtgewichtige, datenschutzfreundliche Analytics-Lösung mit Fokus auf Einfachheit:

  • Extrem einfaches Dashboard – alle wichtigen Metriken auf einen Blick
  • Minimalistischer Tracking-Code – unter 1 KB, beeinträchtigt Performance nicht
  • Cookie-frei – keine Einwilligung erforderlich
  • Open Source mit Cloud-Hosting-Option
  • Datenspeicherung in der EU (Deutschland)
  • Transparente Preise: Ab 9€/Monat für bis zu 10.000 Seitenaufrufe

Ideal für: Minimalisten, die keine komplexen Analysen brauchen und Wert auf Performance legen.

Fathom Analytics

Fathom positioniert sich als "Google Analytics Alternative, die deine Privacy respektiert":

  • Privacy-first Ansatz ohne Cookies
  • Sehr übersichtliches Interface – keine Einarbeitungszeit nötig
  • Schneller Page-Speed durch leichtgewichtiges Skript
  • E-Mail-Reports – regelmäßige Zusammenfassungen automatisch
  • Unbegrenzte Websites in allen Plänen
  • Preise: Ab 14$/Monat für bis zu 100.000 Seitenaufrufe

Ideal für: Kleine bis mittlere Websites, die schnelle Einblicke ohne Komplexität wollen.

Simple Analytics

Wie der Name vermuten lässt, steht bei Simple Analytics Einfachheit im Vordergrund:

  • Clean und minimalistisches Dashboard
  • Automatische Bot-Filterung
  • Event-Tracking für Buttons, Links und Formulare
  • Öffentliche Dashboards – teile Statistiken mit der Welt
  • API-Zugriff für Entwickler
  • Preise: Ab 19€/Monat für bis zu 100.000 Seitenaufrufe

Ideal für: Website-Betreiber, die Transparenz schätzen und Analytics öffentlich zugänglich machen möchten.

Umami

Umami ist eine weitere Open-Source Alternative mit modernem Ansatz:

  • Self-Hosted – volle Kontrolle über deine Daten
  • Sauberes, modernes Interface
  • Echtzeit-Daten – sieh sofort, was passiert
  • Mehrere Websites mit einer Installation verwalten
  • Docker-Support – einfaches Deployment
  • Komplett kostenlos (bei Self-Hosting)

Ideal für: Entwickler und Tech-affine Nutzer, die eine moderne, selbst gehostete Lösung suchen.

So wählst du die richtige Web Analytics Website für dich

Bei der Vielzahl an Optionen für Online Analytics kann die Entscheidung schwerfallen. Hier ist ein strukturierter Ansatz, wie du die passende Web Analytics Website für deine Bedürfnisse findest:

  • Entscheidungskriterium 1: Budget
  • Entscheidungskriterium 2: Technische Kenntnisse
  • Entscheidungskriterium 3: Funktionsumfang
  • Entscheidungskriterium 4: Hosting-Präferenzen
  • Entscheidungskriterium 5: Datenschutz-Anforderungen

Fazit und Handlungsempfehlung: Die richtige Web Analytics Website für deinen Erfolg

Für Webdesigner und Website-Betreiber ist es faszinierend und nutzbringend, die eigene Website durch Web Analytics besser kennenzulernen und das Verhalten von Nutzern nachvollziehen zu können. Online Analytics ist kein "Nice-to-have" mehr, sondern essentiell für datenbasierte Entscheidungen und kontinuierliche Optimierung deiner Online-Präsenz.

Die Kernbotschaft: Google Analytics ist keine Option mehr

Doch solltest du unbedingt nach datenschutzkonformen Alternativen für Google Analytics suchen, denn der Platzhirsch könnte schon bald zu rechtlichem Ärger führen. Die Entscheidungen europäischer Datenschutzbehörden sind eindeutig: Der Einsatz von Google Analytics ist in der EU rechtswidrig. Warte nicht, bis die erste Abmahnung oder Beschwerde bei der Datenschutzbehörde eintrifft.

Titelmotiv: Titelmotiv: Photo by Lukas Blazek on Unsplash

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