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Einfaches CMS: Die besten Content-Management-Systeme für Einsteiger

8 min lesen
GoDaddy Deutschland Content Team

Wichtige Erkenntnisse

  • Ein einfaches CMS spart Zeit und Nerven
  • Flat-File-CMS sind schneller und sicherer
  • WordPress ist nicht immer die beste Wahl
  • Das richtige CMS hängt vom Projekt ab

Willst du eine Website erstellen, ohne dich durch tausende Zeilen Code zu kämpfen? Dann brauchst du ein einfaches CMS. Ein Content-Management-System nimmt dir bei der Erstellung und Pflege deiner Website die technische Arbeit ab – du konzentrierst dich auf deine Inhalte, das System erledigt den Rest. In diesem Artikel stellen wir dir die besten Content-Management-Systeme vor: von beliebten Open-Source-Lösungen über schlanke Flat-File-CMS bis hin zum großen Vergleich WordPress vs. Drupal. Am Ende weißt du genau, welches System zu deinem Projekt passt.

Was ist ein CMS – und warum solltest du ein einfaches wählen?

Ein Content-Management-System (CMS) ist eine Software, die auf deinem Server installiert wird und dir erlaubt, Webseiteninhalte zu erstellen, zu bearbeiten und zu verwalten – ganz ohne Programmierkenntnisse. Über ein übersichtliches Backend pflegst du Texte, Bilder und Seiten, während das CMS die technische Darstellung im Hintergrund übernimmt.

WordPress ist das mit Abstand meistgenutzte CMS weltweit: Rund 64 Prozent aller CMS-basierten Websites basieren auf dieser Plattform. Das liegt an der großen Community, den unzähligen Themes und Plugins sowie der vergleichsweise einfachen Bedienung. Doch WordPress ist nicht für jeden Einsatz die optimale Wahl – bei komplexen Anforderungen kann es schnell unübersichtlich werden, und Sicherheitslücken durch veraltete Plugins sind ein bekanntes Problem.

Es gibt zahlreiche interessante Alternativen: leichtgewichtige Flat-File-CMS, entwicklerfreundliche Open-Source-CMS auf PHP-Basis und kommerzielle Lösungen mit starkem Support. Welche das sind und was sie ausmacht, erfährst du jetzt.

Deine Website beginnt mit dem richtigen Namen.

Open-Source-CMS vs. kommerzielle Lösungen

Bevor wir in die einzelnen Systeme eintauchen, lohnt sich ein kurzer Blick auf die grundlegende Unterscheidung:

Open-Source-CMS sind kostenlos verfügbar, werden von einer Community weiterentwickelt und können frei angepasst werden. Beispiele: Grav, Bolt, Sulu, Ghost (Self-hosted).

Kommerzielle CMS kosten Geld – entweder als Einmalkauf oder per Lizenzmodell. Dafür bekommst du oft professionellen Support und eine noch ausgefeiltere Benutzeroberfläche. Beispiele: Kirby (99 €/Website), Craft CMS (kostenpflichtige Pro-Version).

Tipp: Open Source bedeutet nicht automatisch schlechterer Support. Systeme wie Grav oder Ghost haben große, aktive Communities, in denen du schnell Hilfe findest.

Was ist ein Flat-File-CMS – und für wen ist es geeignet?

Ein Flat-File-CMS verzichtet komplett auf eine Datenbank. Statt Inhalte in MySQL & Co. zu speichern, werden alle Daten als einfache Dateien (z. B. Markdown- oder YAML-Dateien) direkt auf dem Server abgelegt.

Vorteile eines Flat-File-CMS:

  • Schneller: Keine Datenbankabfragen bedeuten kürzere Ladezeiten
  • Sicherer: Weniger Angriffsfläche, da keine Datenbank vorhanden ist
  • Einfacher zu migrieren: Dateien einfach kopieren, fertig
  • Geringere Serveranforderungen: Läuft auch auf einfachem Shared Hosting

Nachteile:

  • Weniger geeignet für Websites mit sehr vielen Nutzern oder riesigen Inhaltsmengen
  • Kein nativer Mehrbenutzer-Betrieb mit komplexen Berechtigungen

Ein Flat-File-CMS ist damit ideal für Portfolios, Landingpages, kleine Unternehmenswebsites und Blogs – also genau das, wofür die meisten Einsteiger ein einfaches CMS suchen.

Mehr Power für anspruchsvolle CMS-Projekte.

6 einfache CMS im Überblick – Alternativen zu WordPress & Drupal

WordPress und Drupal dominieren den Markt – doch für viele Projekte gibt es schlankere, schnellere und einfachere Lösungen. Hier sind sechs CMS, die du kennen solltest:

Grav – das beliebteste Flat-File-CMS auf PHP-Basis

Grav ist eines der populärsten Flat-File-CMS überhaupt und wurde 2017 und 2019 jeweils zum besten System seiner Klasse gewählt. Es basiert auf PHP, nutzt die Template Engine Twig und das Framework Symfony – und kommt vollständig ohne Datenbank aus.

  • Schnell, erweiterbar und Open Source
  • Übersichtliches Admin-Plugin für einfache Konfiguration und Content-Erstellung
  • Schicke, moderne Benutzeroberfläche

Ideal für: Kleine Business-Websites, Portfolio-Seiten, Landingpages
Kosten: Kostenlos

Kirby – das minimalistische Flat-File-CMS aus Deutschland

Kirby gehört zu den Pionieren unter den Flat-File-Content-Management-Systemen und wird bereits seit 2009 entwickelt. Das System stammt aus Deutschland, ist dateibasiert und kommt ebenfalls ohne Datenbank aus. Mit Kirby 3 (seit Anfang 2019) wurden viele neue Funktionen für Entwickler und Autoren eingeführt.

  • Extrem einfache, intuitive Bedienung
  • Sehr flexibel anpassbar
  • Kostenlose Testversion verfügbar

Ideal für: Designer, Entwickler, kreative Portfolios
Kosten: 99 € pro Website (Einmalkauf)

Ghost – schnell, sicher und ideal für professionelle Publisher

Ghost basiert auf JavaScript und überzeugt mit einem minimalistischen, intuitiven Editor. SEO-Features und Accelerated Mobile Pages (AMP) sind bereits integriert, ebenso Meta-Tags für Twitter Cards, Facebook Open Graph und Schema.org. Seit Version 3 bietet Ghost umfangreiche Subscription- und Membership-Funktionen – damit eignet es sich hervorragend für alle, die Inhalte monetarisieren möchten.

  • Sehr gute Performance
  • Inhalte vorausplanen, Markdown-Editor, HTML-Support
  • Professionelle Publisher-Funktionen out of the box

Ideal für: Blogger, Content Creator, Newsletter-Publisher
Kosten: Kostenlos (Self-hosted)

Craft CMS – schlank und dennoch leistungsstark

Craft CMS ist eine kommerzielle Lösung auf PHP-Basis, die ähnlich kompakt wie Ghost wirkt – aber auch für mittelgroße Unternehmen geeignet ist. Unternehmen wie Netflix setzen auf Craft. Das Interface ist responsiv, minimalistisch und aufgeräumt, der Fokus liegt klar auf der Usability für Autoren.

  • Inhalte gleichzeitig für Web, Apple News, Facebook Instant Articles und Google AMP veröffentlichen
  • Kostenloser Videokurs und Demo verfügbar
  • Solo-Version für private Websites kostenlos

Ideal für: Mittelständler, Agenturen, ambitionierte Einsteiger
Kosten: Solo-Version kostenlos, kostenpflichtige Pro-Version für Teams

Bolt – das entwicklerfreundliche Open-Source-CMS

Bolt ist ein vollständig kostenloses Open-Source-CMS auf PHP-Basis, das besonders bei Entwicklern und Dienstleistern beliebt ist. Es nutzt elegante Templates auf Twig-Basis, ist schnell eingerichtet und gut dokumentiert. Das responsive Kontrollzentrum lässt sich bequem am PC, Tablet oder Smartphone bedienen.

  • Sehr flexible Verwendungsmöglichkeiten
  • Klassischer HTML-Editor und moderner Markdown-Editor verfügbar
  • Gut dokumentierter, sauberer Code

Achtung: Multi-Language-Websites werden nicht nativ unterstützt.

Ideal für: Entwickler, Agenturen, einfache Business-Websites
Kosten: Kostenlos

Sulu – das einfache CMS für Mittelstand und Industrie

Sulu basiert auf dem PHP-Framework Symfony und steht seit 2014 als Open-Source-Projekt zur Verfügung. Das österreichische CMS richtet sich an den Mittelstand und die Industrie und positioniert sich als Alternative zu Drupal und TYPO3. Besonders praktisch ist die Inhaltsvorschau für unterschiedliche Geräte – du siehst beim Verfassen direkt, wie dein Content auf Desktop und Smartphone aussieht.

  • Verwaltung mehrerer Websites und Multi-Language-Support mit einer Installation
  • Demo zum Ausprobieren verfügbar
  • Starke Enterprise-Features

Ideal für: Mittelstand, Industrie, Unternehmen mit mehreren Websites
Kosten: Kostenlos (Open Source)

Das meistgenutzte CMS verdient das beste Hosting.

WordPress vs. Drupal – wenn du mehr Leistung brauchst

Für viele Projekte sind die oben genannten Lösungen ideal. Doch wenn du vor der Entscheidung zwischen den zwei großen CMS-Platzhirschen stehst, hilft dir diese Übersicht:

KriteriumWordPressDrupal
BedienungEinfach, anfängerfreundlichKomplexer, für erfahrene Nutzer
Ideal fürBlogs, kleine bis mittlere Websites, OnlineshopsKomplexe Websites, Enterprise, Webapps
MehrsprachigkeitPer Plugin (z. B. WPML)Nativ im Kern integriert
SicherheitAbhängig von PluginsDediziertes Sicherheitsteam
SkalierbarkeitGutSehr gut (z. B. Tesla, Menshealth)
Marktanteil64 % aller CMS-Websites2,4 %
KostenKostenlos (Open Source)Kostenlos (Open Source)

WordPress punktet mit seiner Benutzerfreundlichkeit: Du kannst ohne Vorkenntnisse schnell eine ansprechende Website erstellen. Mit Plugins wie WooCommerce wird aus deiner Website in wenigen Klicks ein vollwertiger Onlineshop. Für SEO setzt du auf bewährte Plugins wie Yoast SEO.

Drupal hingegen spielt seine Stärken bei anspruchsvolleren Projekten aus: Es bietet mehr Flexibilität bei Datenstrukturen, ein integriertes Zugriffskontrollsystem mit frei konfigurierbaren Rollen, native Mehrsprachigkeit und eine enorme Skalierbarkeit. Für private Einsteiger-Projekte ist Drupal jedoch oft überdimensioniert.

Fazit: Als Einsteiger bist du mit WordPress gut beraten. Wenn du ein komplexes, hochindividualisiertes Projekt planst oder in einem Entwickler-Team arbeitest, lohnt sich ein genauerer Blick auf Drupal.

Welches einfache CMS passt zu dir? – Deine Entscheidungshilfe

Du bist noch unsicher? Diese Kurzübersicht hilft dir bei der Wahl:

Dein ZielEmpfehlung
Du willst bloggen oder einen Newsletter aufbauenGhost oder WordPress
Du brauchst ein Portfolio oder eine LandingpageGrav oder Kirby
Du baust eine UnternehmenswebsiteCraft CMS, Sulu oder WordPress
Du bist Entwickler und willst maximale KontrolleBolt oder Drupal
Du benötigst eine mehrsprachige WebsiteSulu oder Drupal
Du willst einen Onlineshop betreibenWordPress + WooCommerce oder Craft CMS

Worauf du bei der Auswahl grundsätzlich achten solltest:

  • Performance: Wie schnell lädt die Website? Flat-File-CMS sind hier oft im Vorteil.
  • Skalierbarkeit: Wächst das System mit deinen Anforderungen mit?
  • Erweiterbarkeit: Gibt es Plugins oder Module für deine Wunschfunktionen?
  • Support & Community: Gibt es Dokumentation, Foren und aktive Entwickler?
  • Kosten: Fallen laufende Lizenzkosten an, oder reicht eine kostenlose Open-Source-Lösung?

Fazit – Einfaches CMS für jeden Bedarf

Die gute Nachricht: Du musst nicht zwingend auf WordPress oder Drupal setzen, um eine professionelle Website zu erstellen. Ob du ein Flat-File-CMS wie Grav oder Kirby bevorzugst, auf das publisher-optimierte Ghost setzt oder mit Sulu eine mehrsprachige Unternehmenswebsite aufbaust – für jeden Bedarf gibt es das passende einfache CMS.

Wenn du noch am Anfang stehst, empfehlen wir dir, zunächst eine kostenlose Demo oder Testversion auszuprobieren. Die meisten der vorgestellten Systeme bieten das an. So findest du schnell heraus, welches Interface dir am besten liegt – und kannst direkt loslegen.

Bildnachweis: Unsplash

Dieser Artikel ist am 16.09.2021 erschienen und wurde am 11.03.2026 aktualisiert.

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