Die wichtigsten Tipps für dein Newsletter-Marketing

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Wolf-Dieter Fiege

Braucht man als kleines Unternehmen überhaupt ein Newsletter-Marketing? Was kann man damit erreichen? Können Newsletter dabei helfen, den Umsatz zu steigern? Und wenn ja, wie geht das und ist das wirklich den Aufwand wert? Vielleicht hast auch du dir schon mal diese Fragen gestellt. Unsere Antwort heißt: ja. Und wir zeigen dir warum Newsletter-Marketing enorm wichtig für dich sein kann.

Was sind die Vorteile von Newsletter-Marketing?

Zugegeben: Gerade für kleine Unternehmen kann Newsletter-Marketing einen gehörigen Mehraufwand bedeuten. Vor allem, wenn du komplett bei 0 starten musst. Aber das ist kein Grund, um auf dieses Verkaufsförderungsinstrument zu verzichten, denn es kann dir entscheidend dabei helfen, mit deinen Kunden regelmäßig in Kontakt zu bleiben sowie Neukunden und Interessenten enger an dich zu binden und so die Kundenzufriedenheit und deinen Umsatz zu steigern.

  • Newsletter-Marketing ist sehr preiswert

    Du brauchst lediglich die E-Mail-Adressen von Kunden und Interessenten sowie ein Newsletter-Tool, mit dem du deine Newsletter gestalten und versenden kannst.

  • Newsletter-Marketing ist schnell, einfach und du hast alles selbst in der Hand

    Viele Newsletter-Tools sind so einfach aufgebaut, dass du praktisch keine Vorkenntnisse benötigst. Du kannst zwischen verschiedenen Vorlagen wählen und diese ganz deinen Wünschen anpassen oder auch neue Vorlagen erstellen. Text- und Bildänderungen lassen sich einfach per Mausklick erledigen.

  • Die Ergebnisse deines Newsletter-Marketing sind gut messbar

    Newsletter-Tools bieten dir gewöhnlich zahlreiche Möglichkeiten, um den Erfolg deiner Kampagnen auszuwerten. Du siehst, wie viele Empfänger deinen Newsletter wirklich geöffnet haben und wie viele davon weitere Aktionen ausgeführt haben, z.B. indem sie auf einen Link oder ein Bild geklickt haben. Dazu erhältst du in der Regel weitere Informationen wie: Welche Links haben besonders gut funktioniert? Wie viele Kunden/Interessenten konnten nicht erreicht werden (Bounces)? Wie viele Personen haben sich abgemeldet? Und viele weitere wichtige Informationen.

  • Du kannst Käufe und Interaktionen direkt verfolgen

    Ein gutes Newsletter-Tool ermöglicht auch ein Google Analytics-Tracking und erzeugt automatisch einen Tracking-Link für jeden Link, den du in deinen Newsletter einfügst. Wenn du deine Webseite entsprechend vorbreitet hast, kannst du mit Google Analytics anschließend sehr einfach nachverfolgen, wie viele Verkäufe und welchen Umsatz du mit einem Newsletter erzielen konntest.

  • Optimiere deine Ergebnisse mit A/B-Tests

    Einige Newsletter-Tools bieten dir außerdem die Möglichkeit, A/B-Test durchzuführen. So kannst du zwei unterschiedliche Newsletter vorbereiten (z.B. mit einer unterschiedlichen Produktauswahl, mit unterschiedlichen Designs, mit unterschiedlichen Preisen o.ä.) und diese beiden Versionen mit einer kleineren Zielgruppe testen. Die erfolgreiche Version versendest du dann an deine Hauptzielgruppe.

Fünf Punkte, die du beim Newsletter-Marketing beachten musst

Gerade Einsteiger machen bei Newsletter-Marketing Fehler, die zu Misserfolg und im Zweifel sogar zu juristischen Konsequenzen führen können. Das muss nicht sind, deshalb haben wir dir hier fünf wichtige Punkte zusammengestellt, die du beachten solltest:

  • Punkt 1: Liefere Informationen, die deine Kunden und Interessenten brauchen

    Bevor du mit dem Newsletter-Marketing startest, frage dich, welche Informationen deine Kunden und Interessenten brauchen. Denn nur, wenn du die Interessen deiner Zielgruppe triffst, wirst du auch Erfolg haben. 

  • Punkt 2: Versand nur mit Einwilligung – Kunden/Interessenten müssen aktiv einwilligen

    Du darfst Newsletter nicht ungefragt z.B. an deine Kunden versenden. Damit du mit deinem Newsletter-Markting starten kannst, braucht du Adressen von Personen, die ihrer Einwilligung zum Erhalt deiner Newsletter gegen haben. Sie müssen entweder aktiv z.B. im Bestellprozess für den Newsletter anmelden in dem sie beispielsweise ein Häkchen auf deiner Webseite setzen. Oder sie melden sich z.B. über ein Anmeldeformular auf deiner Webseite an. Hier findest Du mehr Informationen zumDouble-Opt-in-Verfahren Damit du auf der sicheren Seite stehst, sollte die Anmeldung per Double Opt-in erfolgen. Das heißt: die Interessenten müssen ihre Anmeldung nochmals aktiv bestätigen. In vielen Newsletter-Tools kannst du den Double-Opt-in-Prozess selbst einrichten. Mit Double-Opt-in-Anmeldungen schützt du dich gleichzeitig vor Fake-Anmeldungen.

  • Punkt 3: Keine erzwungene Abfrage bezogener Daten

    Für die Anmeldung zum Newsletter muss die Angabe einer E-Mail-Adresse genügen. Alle weiteren Angaben wie z.B. Name, Vorname, Wohnort, Telefonnummer, Position, Kundennummer etc. müssen optional und freiwillig sein. Natürlich wirst du möglichst viel über deine Kunden/Interessenten wissen wollen. Doch die Abmeldung zum Newsletter sollte immer so einfach, wie möglich sein. Zu viele Optionsfelder schrecken Kunden und Interessenten eher ab. Beschränke dich am Anfang auf die Basics, neben der E-Mailadresse empfiehlt es sich lediglich Name, Vorname und Anrede (Herr/Frau) abzufragen. Auf diese Weise kannst du sie später persönlich ansprechen.

  • Punkt 4: Beachte die rechtlichen Pflichten für geschäftliche Webseiten

    Für Newsletter gelten praktisch die gleichen Regelungen wie für geschäftliche Webseiten. Die Preisgestaltung muss transparent sein, es muss Hinweise zum Datenschutz geben und dein Newsletter mit einem Impressum verlinkt sein. Weitere Informationen zu den rechtlichen Pflichten findest du hier

  • Punkt 5: Die Abmeldung vom Newsletter muss jederzeit einfach möglich sein

    Die Empfänger müssen nach dem Empfang deines Newsletters die Möglichkeit haben, sich jederzeit vom Newsletter-Versand abmelden zu können. Du solltest deshalb am Ende deiner Newsletters einen Link platzieren, mit dem man den automatischen Empfang beendet. Newsletter-Tools bieten dir gewöhnlich standardmäßig diese Funktion. Alternativ sollte es möglich sein, den Newsletter auch per E-Mail oder auf einem anderen Weg abzubestellen.

Wie kommst du an Adressen?

Das ist eine der wichtigsten Fragen. Eine gute Quelle sind natürlich deine Kundenadressen. Dort solltest du anfangen. Deine Kunden kennen dich bereits, sie haben Vertrauen zu dir und du hast bereits Informationen über sie. Sieh also zu, dass sich so viele Kunden wie möglich für deinen Newsletter anmelden.

  • Du kannst z.B. Karten in deinen Geschäftsräumen auslegen, auf denen du die Vorteile deines Newsletters herausstellst: aktuelle Informationen zu Neuheiten, Produkttipps, exklusive Angebote oder Rabatte etc.
  • Die kannst deinen Rechnungen Anmeldeformulare hinzufügen - idealerweise mit dem Hinweis auf eine Online-Anmeldung.
  • Ein Newsletter-Anmeldeformular gehört natürlich auch auf deine Webseite.
  • Auch soziale Medien bieten dir gute Möglichkeiten, Interessenten für deine Newsletter zu gewinnen. Du kannst dort z.B. mit interessanten Themen oder auch Gewinnspielen werben etc.
  • Darüber hinaus gibt es auch Anbieter, bei denen du Adresskontingente mieten oder kaufen kannst. Die Qualität dieser Adressen und die Konditionen sind jedoch sehr unterschiedlich. In erster Linie eignen sich Adressen von Adressanbietern vor allem dazu, neue Kunden und Zielgruppen zu gewinnen.

Bessere Ergebnisse durch Adress-Segmentierung

Je individueller du deine Zielgruppe mit deinen Newslettern ansprechen kannst, desto bessere Ergebnisse wirst du erzielen können. Nicht jedes Angebot ist für alle interessant. Welcher Kunde könnte ein Upgrade brauchen? Wer interessiert sich für welches Thema? Welcher Kunde ist wirklich interessiert? … Das sind wichtige Frage, die du dir stellen solltest. Deshalb solltest du deine Kundenkartei und die Analyse deiner Newletter immer im Auge behalten und die Informationen dafür nutzen, deine Adressen zu segmentieren. Weise deinen Adressen Merkmale hinzu, nach denen du sie filtern kannst:

  • Checke, ob jemand Kunde ist.
  • Bilde Kundengruppen indem du zum Beispiel deine Kunden-Adressen nach Produktgruppen sortierst
  • Beziehe das Feedback aus deinen Newslettern ein. Wer hat reagiert? Wer ist ein „aktiver Kunde“? Wer ist passiv? Wer reagiert nur gelegentlich – und wenn, auf was?

Eine gut gepflegte Adressdatei ist Basis für dein erfolgreiches Newsletter-Marketing.

Welches Newsletter-Tool ist das richtige?

Mittlerweile gibt es ein großes Angebot an Newsletter-Tools. Du findest kostenlose Einsteigertools (Vorsicht: teilweise blenden diesen Tools beim Versand weitere Werbung ein). Du findest  kostengünstige Tools, die gleichermaßen für Einsteiger und Fortgeschrittene geeignet sind. Und  dann gibt es natürlich auch Profit-Tools für echte Experten. Nach oben sind praktisch keine Grenzen gesetzt.

Einen guten Überblick findest du in unserem Artikel: Die besten Newsletter-Tools für Einsteiger

Newsletter-Plugins / Erweiterungen für WordPress und andere Content-Management-System

Du nutzt für deine Webseite ein Content-Management-System wie WordPress, Joomla, Typo3 oder Contao? Dann kannst du für dein Newsletter-Marketing auch ein Newsletter-Plugin bzw. eine Newsletter-Erweiterung installieren. Interessante Plugins / Erweiterungen sind zum Beispiel:

CleverReach

Mailchimp

Newsletter2Go

GetResponse

Verschrecke deine Kunden nicht

Egal welches Geschäft du betreibst, achtet auf die Häufigkeit, mit der du deine E-Mails versendest. In einigen sehr aktiven Branchen kannst du täglich Newsletter verschicken, in anderen Branchen solltest du deine Newsletter wöchentlich oder monatlichen versenden. Die Frequenz hängt davon ab, wie oft du wirklich Neuigkeiten und/oder Updates anbieten kannst. Biete deiner Zielgruppe relevante Informationen. Dafür gibt es kein Patentrezept – beobachte selbst, wie und welche Kunden auf deine Newsletter reagieren. Test den Aufbau und die Themen deiner Newsletter schrittweise mit kleineren Zielgruppen. Nutze A / B Test, um herauszufinden, welche Versionen besser ankommen.

Achte vor allem darauf, dass du nicht zu viele Newsletter versendest und beachte Warnsignale, wie:

  • Die Öffnungsrate deiner Newsletter geht signifikant zurück.
  • Die Klickrate sinkt, das heißt: deine Newsletter werden geöffnet, aber immer weniger interessieren sich für deine Inhalte.
  • Noch wichtiger! Es melden sich immer mehr Kunden/Interessenten von deinem Newsletter ab.

Die häufigsten Gründe für solche negativen Entwicklungen sind:

  • du verschickst zu häufig Newsletter.
  • deine Themen sind zu ähnlich z.B. zu viele Rabattaktionen oder schlicht zu uninteressant für deine Zielgruppe.

Jetzt solltest du handeln!

  • Reduziere den Versandzyklus!
  • Probiere andere Themen aus.
  • Ändere das Layout oder die Usability.
  • Teste neue Varianten in A/B-Tests …

Fazit

Wie du siehst, gibt es viele gute Gründe für den Einsatz von Newslettern-Marketing: es ist einfach, preiswert und du kannst damit sehr erfolgreich sein, wenn du es richtig angehst. Wenn du dein Geschäft voranbringen willst, solltest du vertrauensvolle, langanhaltende Beziehungen zu deinen Kunden und Interessenten aufbauen. Newsletter-Marketing gibt dir die Möglichkeiten dazu. Du brauchst nur damit zu starten.

Bildnachweis: Fotolia, Lizenz: Host Europe

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