Wie die Generation Z das Digital Business verändert hat

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Wolf-Dieter Fiege

Die Digitalisierung hat eine neue Ära des Unternehmertums eingeläutet, in der die Generation Z – oft nur Gen Z genannt – eine zentrale Rolle spielt. Mit ihrer Digital-Affinität und ihrem innovativen Denken krempelt sie die Geschäftswelt um.

Dabei wird sie von einem spezifischen Business Mindset getrieben, das wir in diesem Beitrag näher beleuchten. Wir werfen auch einen Blick auf die bevorzugten Branchen dieser Gen-Z-Entrepreneure. Einige herausragende Vertreter dieser Generation, die mit ihren innovativen Ideen die Wirtschaftswelt prägen, bleiben nicht unerwähnt. Abschließend betrachten wir die Informationsquellen, die von dieser Generation bevorzugt werden.

Gen Z – Eine Generation mit Business Mindset

Die Generation Z, oft als die Generation der „wahren Digital Natives‟ bezeichnet, ist in einer Welt aufgewachsen, in der digitale Technologie und mobile Geräte allgegenwärtig sind. Ihre Verbindung zur digitalen Wirtschaft zeigt sich in vielfältiger Weise:

  • Entrepreneurship: Ein Merkmal der Generation Z ist ihr ausgeprägter Unternehmergeist und Optimismus. Sie gilt als die unternehmerischste Generation aller Zeiten.
  • Digital Influence: Die Generation Z hat einen bedeutenden Einfluss auf die digitale Landschaft. Junge Menschen sind nicht nur Konsumenten digitaler Inhalte, sondern gestalten diese aktiv mit.
  • „Digital First‟-Mentalität: Mit einer auf digitale Möglichkeiten ausgerichteten Denkweise strebt die Generation Z nach einer positiven Veränderung der Unternehmenskultur. Ihre reformorientierte Mentalität führt zu innovativen Ansätzen, wie Unternehmen geführt und organisiert werden können.
  • Soziale Medien: Die Gen Z schätzt authentische und ansprechende Inhalte auf Social-Media-Plattformen. Allerdings wird der Unterhaltungswert oft höher bewertet als die Absicht zur Konversion.
  • Digitale Communitys: Die Gen Z kehrt den etablierten Social-Media-Plattformen aber auch immer mehr den Rücken. Sie bevorzugt kleinere und intimere Online Communitys. Neben der persönlicheren Atmosphäre bieten sie die Möglichkeit unter sich zu bleiben.

Die wichtigsten Branchen für Generation-Z-Entrepreneure

  • Gaming: 63 % der Gen Z sind an Videospielen interessiert, 12 Prozentpunkte mehr als bei den Millennials. Dies führte zum Aufstieg von Gaming-Studios, -Influencern und Community-Organisatoren, die sich an die Generation Z richten.
  • Beauty: Mit innovativen und personalisierten Produkten dringt die Gen Z in die Schönheitsbranche vor.  Nachhaltigkeit, Inklusivität und Selbstausdruck sind besonders erfolgreich.
  • Fine Art: Mit der Demokratisierung der Kunstszene hat die Gen Z Unternehmen geschaffen, die einzigartige und zugängliche Kunsterlebnisse bieten.
  • E-Commerce: Gen-Z-Unternehmer betreiben E-Commerce und nutzen Social-Media-Plattformen zur Produktwerbung und zum Verkauf.
  • Social-Media-Marketing und Influencer Management: Mit ihrer Expertise führen Gen-Z-Unternehmer erfolgreich Agenturen für Social-Media-Marketing und Influencer Management.
  • Content Creation und digitale Medien: Gen-Z-Unternehmer schaffen ansprechende Inhalte für digitale Medien, mit denen sie ihre Altersgenossen erreichen.
  • Technik und Softwareentwicklung: Durch ihre digitale Kompetenz und Zugang zu neuen Technologien entstehen in der Gen Z erfolgreiche Technologie- und Software-Start-ups.

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International bekannte Gen-Z-Entrepreneure

Weltweit gibt es bereits eine Vielzahl an Gen-Z-Entrepreneuren, die mit ihrem Unternehmertum und ihren Start-ups in teils schon sehr jungen Jahren zu den erfolgreichsten Unternehmern wurden, wie beispielsweise:

Sharmadean Reid – visionäre Gründerin hinter dem Fast Fashion Retailer SHEIN, der sich zu einem der gefragtesten Online-Shops weltweit entwickelt hat.

Alexis de Bernede und Marius Jacob – die kreativen Köpfe sind die Mitbegründer von Darmo Art, einer digitalen Kunstplattform, die über 1 Million Dollar an externen Finanzmitteln erhalten hat.

Pavel Dler – Gründer der Plattform Culted, die sich mit Kunst, Mode und Kultur an die Generation Z richtet und bereits über 1 Million Dollar an Finanzmitteln erhalten hat.

Travis Chen und Brian Femminella – Mitbegründer der Mentale-Gesundheit-App SoundMind, die mit ihrer Idee der Musiktherapie bereits über 1 Million Mal heruntergeladen wurde.

Hogoè Kpessou – Gründerin der Luxusmodemarke hkcollections, die in renommierten Zeitschriften wie Vogue und Harper’s Bazaar vorgestellt wurde.

Allan Maman, Sonny Mo und Sam Yang – die jungen Mitbegründer von Bloom, einer von Y Combinator unterstützten Investitions- und Bildungsplattform für Teenager.

Ida Johansson – Gründerin der Unternehmensberatung Turn Consulting, die bereits mit Markenriesen wie Nike und Spotify zusammengearbeitet hat.

Kevin Chandra – Co-Gründer von Typedream, einer Plattform für Webdesign. 

Einige der bekanntesten deutschen Gen-Z-Entrepreneure

Im internationalen Ranking muss sich die deutsche Generation Z nicht verstecken. Zwar gibt es im Vergleich weniger bekannte Gen-Z-Unternehmer in Deutschland, doch die Zahl der jungen Unternehmensgründer nimmt stetig zu. Einige bemerkenswerte Personen sind:

Bastian Krautwald und David Meyer: Die beiden Co-Founder von OWNN konnten mit ihrem Start-up Wajve 5 Millionen Euro Investment für sich gewinnen.  Aber auch schon zuvor haben sie mit der App deineStudienfinanzierung.de Erfahrung im FinTech-Bereich gesammelt.

Maximilian Wühr: Der 27-jährige Gründer hat das Start-up Finn ins Leben gerufen – ein innovatives Unternehmen für Auto-Leasing.

Josephine Philips: Sie ist die Gründerin und CEO von Sojo, einer Marke, die sich auf nachhaltige Mode fokussiert.

Benjamin Mayr, Philipp Heltewig und Sascha Poggemann: Das Trio steht hinter Userlike, einem Unternehmen, das sich auf Kundenservice-Lösungen spezialisiert hat.

Die wichtigsten Informationsquellen für Gen-Z-Gründer

Online-Ressourcen: Es gibt viele kostenlose Online-Ressourcen, die bei der Gründung und dem Wachstum eines Unternehmens helfen können. PNC Insights bietet beispielsweise Ressourcen für die Unternehmensgründung, während Maryville Online einen Leitfaden zur Unternehmensgründung speziell für Millennials und die Gen Z bereitstellt.

Entrepreneurial Communitys: Communitys können Unterstützung und Vernetzungsmöglichkeiten bieten. Gründer, die proaktiv danach oder nach Mentoren suchen, finden diese in Gründerzentren, bei Investoreneinrichtungen (sogenannten Inkubatoren) und auf Netzwerkveranstaltungen.

Mentoring: Die Suche nach einem Mentor, der Erfahrung in der Zielbranche hat, kann wertvolle Hinweise und Ratschläge liefern. Sie geben Einblicke in die Herausforderungen und Chancen des Unternehmertums.

Skills Trainings: Angehende Gründer müssen eine Reihe von Fähigkeiten entwickeln, um ihre Ideen in ein nachhaltiges und dauerhaftes Unternehmen zu verwandeln, etwa Problemlösung, digitale Präsenz und unabhängiges Denken.

Generation Z Business - ein Überblick. Das Fazit

Die Generation Z revolutioniert das Digital Business durch ihren unternehmerischen Geist und ihre Digital-Affinität. Sie treibt Innovationen unter anderem in Branchen wie Gaming, Beauty und Technologie voran und verändert die Art der Kommunikation in Online Communitys. Nicht nur international, sondern auch in Deutschland gibt es bereits eine Vielzahl junger Gründer, die ihre vielfältigen Ressourcen und Netzwerke nutzen, um ihre Digital-Business-Ideen zu realisieren.

Titelmotiv: Photo by Beth Jnr on Unsplash

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