Vereinswebsite erstellen – So einfach geht’s mit WordPress

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Wolf-Dieter Fiege

Nicht nur für Unternehmen, auch für Vereine bringt eine professionelle Website viele Vorteile. Allerdings muss sie dafür einige Anforderungen erfüllen, um für Verwaltende, Mitglieder und Interessenten wirklich nützlich zu sein. Welche das sind und wie du sie mit WordPress ohne viel Aufwand umsetzen kannst, erklärt dieser Beitrag.

Warum und wozu Vereine eine Website brauchen

Wer einen Verein gründet oder dort aktiv mitarbeitet, verspürt schnell das Bedürfnis, online darüber zu berichten. Neben den sozialen Medien ist eine Website dafür immer noch das Mittel der Wahl. Aber eine Website ist für Vereine weit mehr als nur eine digitale Visitenkarte. Richtig aufgesetzt, ist sie zentrales Kommunikationsmittel, eine Plattform für die Mitgliederverwaltung und ein Werkzeug zur Öffentlichkeitsarbeit. Wir nennen dir einige Bereiche, in denen eine gut gemachte Website für deinen Verein den entscheidenden Unterschied ausmachen kann:

  • Öffentlichkeitsarbeit und Sichtbarkeit: Eine professionelle Website erhöht die Sichtbarkeit eines Vereins erheblich. Nicht nur Interessenten, auch potenzielle Förderer suchen zuerst online nach den sie interessierenden Informationen. Eine gut gestaltete und für Suchmaschinen optimierte Website vermittelt einen positiven ersten Eindruck und macht den Verein für ein breiteres Publikum bekannt und interessant.
  • Information und Transparenz: Über die Website können Vereine umfassend über ihre Ziele, Aktivitäten und Erfolge informieren. Regelmäßige Updates, wie Berichte über Beschlüsse, Veranstaltungen oder Projekte, schaffen Transparenz und Vertrauen. Dies ist besonders wichtig, um das Engagement der Mitglieder zu stärken und neue Unterstützer zu gewinnen.
  • Mitgliedergewinnung und -verwaltung: Eine Website ist auch eine zentrale Anlaufstelle für neue Mitglieder. Interessierte können sich online über den Verein informieren, Mitgliedsanträge stellen und bei Fragen direkt Kontakt aufnehmen. Bestehende Mitglieder können sich über einen geschützten Bereich einloggen, ihre Daten aktualisieren und exklusive Inhalte abrufen.
  • Organisation von Veranstaltungen: Mit einem integrierten Veranstaltungskalender können Vereine ihre Termine übersichtlich darstellen. Mitglieder und Interessierte bleiben so stets auf dem Laufenden. Zudem können Anmeldungen und Registrierungen für größere Events direkt über die Website abgewickelt werden.
  • Fundraising und Spenden: Eine Website bietet einfache Möglichkeiten, Spenden zu sammeln. Mit integrierten Spendenformularen können Besucher schnell und unkompliziert Geld spenden. Dies ist besonders wichtig für Vereine, die auf Spenden angewiesen sind, um ihre Projekte zu finanzieren.
  • Kommunikation und Interaktion: Über Blogs, Foren und Kommentarfunktionen können Vereine aktiv mit ihren Mitgliedern und der Öffentlichkeit kommunizieren. Diese Interaktionsmöglichkeiten fördern den Austausch und die Gemeinschaft. Verschickt der Verein regelmäßig Informationen per E-Mail, können Newsletter-Anmeldungen einfach über die Website abgewickelt werden.
  • Ressourcenbereitstellung: Vereine können über ihre Website wichtige Dokumente, Formulare und Berichte bereitstellen. Mitglieder haben so jederzeit Zugriff auf aktuelle Informationen und Unterlagen, was die Verwaltung erleichtert und den Papierkram reduziert.
  • Image und Glaubwürdigkeit: Eine professionell gestaltete Website trägt maßgeblich zu einem positiven Image eines Vereins bei. Sie vermittelt Professionalität und Glaubwürdigkeit, was besonders wichtig ist, um neue Mitglieder, Sponsoren und Partner zu gewinnen.

Die Anforderungen an Websites für Vereine

Wie du siehst, ist eine gut gestaltete und gepflegte Website ein unverzichtbares Werkzeug für Vereine. Sie verbessert die interne und externe Kommunikation, erleichtert die Organisation von Veranstaltungen und Mitgliedern und unterstützt die professionelle Präsentation des Vereins sowie das Fundraising. Allerdings muss eine Vereinswebsite dafür einige Anforderungen erfüllen:

  • Benutzerfreundlichkeit: Eine gut strukturierte Startseite und Menüführung, interne Verlinkung und eine Suchfunktion helfen deinen Besuchern, schnell die gewünschten Informationen zu finden.
  • Aktuelle Informationen: Ein Blog oder News-Bereich vermittelt nützliche Informationen und bietet auch Platz für regelmäßige Updates zu Veranstaltungen, Neuigkeiten und Projekten.
  • Geschützter Mitgliederbereich: Deine Mitglieder sollten sich einloggen können, um exklusive Inhalte zu sehen oder ihre Mitgliedsdaten zu verwalten.
  • Kontaktmöglichkeiten: Du brauchst mindestens ein einfach zu bedienendes Kontaktformular, besser noch ein Forum oder eine Kommentarfunktion im Blog, damit Mitglieder und Interessenten leicht mit dem Verein in Kontakt treten können.
  • Veranstaltungskalender: Ein übersichtlicher Kalender informiert über anstehende Termine und Events.
  • Spendenfunktion: Mach es potenziellen Unterstützern möglichst einfach, online zu spenden – durch Bereitstellung aller nötigen Informationen und die Integration von Spendenplattformen.
  • Multimedia-Inhalte: Fotos und Videos vermitteln deine Infos ansprechender als langweiliger Text.
  • Downloads: Wenn du Dokumente hast, die nützlich für Mitglieder und Interessenten sein könnten (z. B. Formulare, Vereinszeitschrift), sollten diese einfach heruntergeladen werden können.

Warum WordPress für Vereinswebsites besonders geeignet ist

Mit WordPress – dem Content-Management-System (CMS) Nummer 1 weltweit – können Vereine diese Anforderungen ohne viel Aufwand umsetzen. Mehr als 40 Prozent aller Websites weltweit setzen auf WordPress – vor allem wegen seiner Flexibilität, seiner einfachen Bedienbarkeit, der Vielzahl an verfügbaren Erweiterungen (Plugins) und Designs (Themes) sowie der guten SEO-Unterstützung.

All das macht WordPress auch zur idealen Plattform für Vereinswebsites. Dabei sind drei Punkte besonders relevant:

  1. Einfache Bedienung: Kaum ein Verein kann sich einen IT-Profi als Admin leisten. WordPress lässt sich auch ohne technische Vorkenntnisse leicht installieren und bedienen. Die Benutzeroberfläche ist intuitiv und ermöglicht es, Inhalte schnell und unkompliziert zu verwalten.
  2. Kostenlos und Open Source: WordPress selbst ist kostenlos. Das macht es für Vereine mit begrenzten Budgets besonders attraktiv. Eine große Community entwickelt regelmäßig neue Plugins und Themes und hilft dir bei Problemen.
  3. Erweiterbarkeit: Das flexible Plugin-System stellt gleichzeitig sicher, dass die oben genannten Anforderungen einfach und ohne spezielle Entwicklungen umgesetzt werden können (mehr dazu im nächsten Abschnitt).

Praktische Tipps zur Erstellung einer Vereinswebsite mit WordPress

Mit WordPress eine Vereinswebsite zu erstellen ist gar nicht schwer. Das grundsätzliche Vorgehen folgt diesen Schritten:

Tipp: Ausführlichere Informationen zum Aufbau einer Webpräsenz findest du in unserem Beitrag WordPress-Website erstellen leicht gemacht

1. Die richtige Vorbereitung

Bevor du loslegst, solltest du dir überlegen, welche Zwecke deine Vereinswebsite erfüllen soll und welche Funktionen und Inhalte sie dafür braucht. Erstelle eine Liste mit den wichtigsten Seiten und Bereichen, die du benötigst, z. B. Startseite, Über uns, Veranstaltungen, Mitglied werden, Kontakt, Veranstaltungskalender, Blog oder Mitgliederbereich.

2. Domain, Hosting und Installation von WordPress

Natürlich braucht deine Website einen Domainnamen. Bei Vereinen ist das meist unkritisch, weil du keine begehrten generischen Begriffe brauchst. Sollte die Abkürzung deines Vereins dennoch nicht mehr frei sein, führt eine Kombination „-verein“ oder „-ev“ bestimmt zum Ziel.

Das eigentliche Fundament deiner Website aber ist ein performantes Hosting bei einem zuverlässigen Anbieter. Wähle am besten ein Hosting-Paket, das speziell auf WordPress ausgerichtet ist.

GoDaddy bietet genau dafür sein Managed WordPress Hosting an, das dir eine für WordPress optimierte Serverkonfiguration bietet und zudem auch sämtliche technischen Details abnimmt. Damit sparst du dir die sonst nötige Installation und Einrichtung von WordPress auf deinem Webspace, aber auch Verwaltung, Updates, Backups und Sicherheitsmaßnahmen. Nach der Buchung loggst du dich in dein WordPress-Dashboard ein und kannst sofort loslegen.

3. Design umsetzen

Das Design deiner Website wird durch ein Theme – eine Sammlung von Vorlagen für die verschiedenen Seitenelemente – bestimmt. WordPress bietet eine riesige Auswahl an kostenlosen und kostenpflichtigen Themes. Hast du ein Theme gefunden, das zu deinem Verein passt, kannst du es leicht nach deinen Wünschen anpassen - die WordPress-Hilfe verrät dir, wie.

4. Installation von wichtigen Plugins

Die umfangreiche Plugin-Auswahl ist für viele der wichtigste Vorzug von WordPress. Plugins erweitern die Funktionalität deiner Website; auch die oben genannten Anforderungen kannst du damit leicht umsetzen: Wir empfehlen:

5. Inhalte erstellen

Jetzt geht es an die Inhalte. Gestalte eine einladende Startseite mit den wichtigsten Informationen über deinen Verein. Erstelle Seiten für die verschiedenen Bereiche, wie „Über uns“, „Mitglied werden“ und „Kontakt“. Nutze die Blog-Funktion von WordPress, um regelmäßig über Neuigkeiten und Veranstaltungen zu berichten. Vergiss nicht, Fotos und Videos einzubinden, um die Aktivitäten deines Vereins lebendig darzustellen.

Vereinswebsite erstellen mit WordPress - Fazit

Das war es auch schon – deine Vereinswebsite ist startbereit. Du siehst: WordPress ist ein sehr praktisches Werkzeug, um mit überschaubarem Aufwand eine professionelle und ansprechende Vereinswebsite zu erstellen, die deinen Mitgliedern und Interessenten einen echten Mehrwert bietet.

Titelmotiv: Bild von Tania Van den Berghen auf Pixabay

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